Deutsch und Mathe pauken

14 Asylbewerber und Flüchtlinge werden derzeit in Wiesau als Vorklasse in Deutsch und Mathematik unterrichtet. Im Hintergrund mit dabei sind (von links) Elisabeth Müller, Johannes Saalfrank (Kolping Berufshilfe), Lehrerin Rosa Seifert, Dr. Wolfgang Eckstein und Wolfgang Hecht. Bild: jr
Politik
Wiesau
02.04.2015
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Sie kommen aus aller Herren Länder, sind zwar traumatisiert, aber auch wahnsinnig motiviert. Und sie wollen, was sich viele Eltern von ihren Kindern wünschen: So schnell wie möglich in die Schule.

14 junge Asylbewerber und Flüchtlinge werden in der Kolping-Berufshilfe unter der Regie des Beruflichen Schulzentrums unterrichtet. Sie kommen aus Afghanistan, Äthiopien, Albanien, Somalia, Kosovo und Eritrea, haben in Immenreuth, Griesbach, Reuth bei Erbendorf und Tirschenreuth eine neue Heimat gefunden.

Aktuell gibt es 46 berufsschulpflichtige Asylbewerber, wobei sich die Zahlen täglich ändern können. Wöchentlich werden 25 Unterrichtsstunden in Deutsch und Mathematik/Rechnen angeboten. Ziel des Unterrichts ist es, wie Schulleiter Dr. Wolfgang Eckstein sagt, dass den jungen Leuten der Einstieg in das Berufliche Bildungssystem ermöglicht wird. "Dazu gehört nun einmal die Sprache."

Derzeit werden die jungen Leute als reguläre Vorklasse unterrichtet, ab September startet dann das Berufsintegrationsjahr. Johannes Saalfrank, Geschäftsführer der Kolping-Berufshilfe freut sich, dass es gelungen ist, drei ehrenamtliche ehemalige Lehrkräfte für diese Aufgabe zu gewinnen: Rosa Seifert (Weiden), Franz Dürrschmidt (Wiesau) und Horst Michl (Tirschenreuth), die an fünf Tagen in der Woche Unterricht halten. Die sozialpädagogische Betreuung liegt bei Elisabeth Müller. Bayernweit, so Wolfgang Hecht von der Berufsschule, werden 60 solcher Klassen neu eingerichtet, in der Oberpfalz sollen es 10 sein. Dabei arbeitet die Schule eng mit dem Jugendmigrationsdienst und der Regierung zusammen.

Schulleiter Dr. Wolfgang Eckstein hieß die jungen Leute willkommen. "Ich wünsche Ihnen viel Glück und Erfolg. Nehmen Sie die Hilfe an, machen sie Fortschritte, dann sind sie auf einem guten Weg."
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