Für Bahnhof und Berufsschule

Freies WLAN nicht nur für den Bahnhofsbereich (Bild), sondern auch für die nahe gelegene Berufsschule forderten die Markträte in der jüngsten Sitzung. Man werde die technischen Möglichkeiten prüfen, versprach Bürgermeister Toni Dutz. Bild: wro
Politik
Wiesau
20.10.2016
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Das vom Freistaat Bayern geförderte öffentliche WLAN soll auch in Wiesau funken. Geplant sind zunächst zwei Standorte. Und über die debattierten die Markträte ausgiebig.

Öffentliche Internetzugänge sollen künftig im Umfeld des Rathauses, zusätzlich auch im Bahnhofsbereich verfügbar sein. Fördergelder in Höhe von 2500 Euro je Hotspot würden bereitgestellt, so Bürgermeister Toni Dutz. Die monatlichen Kosten lägen zwischen 20 und 149 Euro - je nach Ausstattung.

Anders als von zweitem Bürgermeister Fritz Holm befürchtet, sei die Inbetriebnahme am Bahnhof bereits vor der Gebäude- beziehungsweise Umfeldsanierung möglich. In der Diskussion tauchte die Frage nach der Reichweite des WLAN auf. Schließlich habe man am Bahnhof ja die Möglichkeit, gleich zwei Bereiche abzudecken. Nicht nur die Reisenden, auch die Berufsschüler könnten vom öffentlichen Bayern-WLAN profitieren. Mit Skepsis aber betrachtete ein Teil der Markträte den künftigen Standort im Umfeld des Rathauses. "Wir sehen da schon ein Problem auf uns zukommen", meinte SPD-Marktrat Alfred Klarner besorgt. Es könne zu Lärmbelästigungen während der Abend- und Nachstunden kommen. Im schlimmsten Fall - wie CSU-Marktrat Michael Klarner sagte - müsse man auch mit Vandalismus rechnen. Dem jedoch widersprach Geschäftsleiter Thomas Weiß: Es gebe keine Vergleichszahlen, die dies befürchten ließen. Besänftigend wandte sich Bürgermeister Toni Dutz an die Räte und empfahl einen Kompromiss: Man könne die Sache ja mal testen. "Wenigstens ein Jahr lag." Auf alle Fälle werde man die Möglichkeit eines flächendeckenden Hotspots im Umfeld des Bahnhofs, der auch die Berufsschule einbinde, zeitnah prüfen. Die vom Fördergeldgeber geforderte Bautafel soll am Eingangsbereich des Rathauses hinter einem Blumenbeet aufgestellt werden. Der Bebauungsplan "Industriestraße Süd" war schon einmal mit Landschaftsarchitektem Bernhard Bartsch in einer Gemeinderatssitzung behandelt worden. Damals war vereinbart worden, das Papier aus baurechtlichen Gründen noch einmal öffentlich auszulegen, um Anregungen und Stellungnahmen seitens der Anlieger einzuholen. Bürgermeister Dutz bilanzierte: 16 Betroffene habe man im Juli angeschrieben und über die Auslegung informiert. Die eingegangenen Stellungnahmen wurden nun den Markträten zur Kenntnisnahme vorgelegt. Fazit: Weitere Änderungen im Bebauungsplan sind nicht nötig. Die Aufstellung wurde einstimmig beschlossen. "Die momentan wirksame Veränderungssperre kann damit auch außer Kraft gesetzt werden." Sie habe ihre Notwendigkeit verloren, informierte Bürgermeister Toni Dutz.
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