Gedenkveranstaltung aus Anlass der 70. Wiederkehr der Vertriebenentransporte
Wiesau als Symbol der Freiheit und Geborgenheit

Politik
Wiesau
23.10.2016
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Als ein gemeinsames "Wochenende der Sudetendeutschen" bezeichnete Bürgermeister Toni Dutz die Gedenkveranstaltung aus Anlass der 70. Wiederkehr der Vertriebenentransporte. Bereits einen Tag vorher schon war die Vorstandschaft der Landesgruppen angereist und im Rathaus empfangen worden. Laut Landesobmann Steffen Hörtler hat Wiesau vor 70 Jahren Geschichte geschrieben.

"Der Ort ist für eine große Zahl Sudetendeutscher Landsleute ein Begriff." Mit der Gedenkfeier wolle man sich gleichzeitig auch bei Wiesau bedanken. Manch einer der heute im Rathaussaal Anwesenden erinnerte sich: Nach der Vertreibung habe man hier in Wiesau Zuflucht und eine vorübergehende Bleibe gefunden. Dann habe man sich eine neue Heimat suchen müssen, später auch gefunden. "Viele der Leute, die damals das Lager wieder verließen, hätte man behalten sollen", bedauerte Toni Dutz rückblickend. Mit der Porzellanmanufaktur seines Großvaters, der auch aus dem Sudetenland stammte, sei er groß geworden. Er kenne und teile das Leid, räumte er ein. In der Erinnerung fest eingebrannt habe sich auch das Meer weißer Armbinden, weggeworfen nach der Ankunft in Wiesau. Das ungeliebte Zeichen für die Sudetendeutsche Zugehörigkeit wurde unfreiwillig zu einem Symbol wiedergewonnener Freiheit und Geborgenheit. "Die Willkommenskultur, wie sie heute gepflegt wird, gab es damals noch nicht." In Wiesau wurde sie vor 70 Jahren bereits möglich gemacht, noch immer werde sie hier gepflegt, schloss Hörtler. Eine Vertreibung - wie im Sudetenland - dürfe es auf europäischen Boden nie wieder geben. Bild: wro
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