Islam und Christentum – zwei Weltreligionen im Vergleich
Märtyrern der Himmel sicher

In beiden Weltreligionen existiert nur ein einziger Gott. Die Dreieinigkeit - wie im Christentum - lehnen die Moslems jedoch strikt ab. Der Vortragsabend zum Thema Christentum und Islam der Hanns-Seidel-Stiftung im Wiesauer Sportzentrum stieß auf großes Interesse. Bild: wro
Politik
Wiesau
31.10.2016
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Ein abendfüllender Vortrag mit dem Titel "Islam und Christentum - zwei Weltreligionen im Vergleich": Anders als vielleicht noch vor einigen Jahren stößt das Thema jetzt im Sportzentrum auf großes Interesse.

Der Islam polarisiert, sorgt bei vielen für Angst. Der Abend mit dem Diplom-Politologen Karst Pfeifer - organisiert von der örtlichen CSU zusammen mit der Hanns-Seidel-Stiftung - versprach eine sachliche Aufarbeitung der Gemeinsamkeiten, aber auch die Darstellung der gravierendsten Unterschiede beider Weltreligionen.

Gemeinsamkeiten, wie der Glaube an nur einen Gott verbinden, Gegensätze - wie etwa das Leugnen der Dreieinigkeit Gottes - trennten die Buchreligionen, sagte der Referent vor zahlreichen Zuhörern. Für das westliche Demokratieverständnis, so Pfeifer, sei sehr bedeutend, dass es im Islam keine Trennung zwischen Staat und Religion gebe. "Jeder reuige Sünder hat die Chance in den Himmel zu kommen", sagte Pfeier und ergänzte: "... vorausgesetzt er ist christlichen Glaubens." Darauf jedoch könne sich ein Moslem nicht berufen. Alleine Allah entscheide. Mit einer Ausnahme: "Als Märtyrer hat man den Himmel sicher!" Mit diesem einen Fazit beantwortete Pfeifer eine der wohl brennendsten Fragen des Abends. Die weitere Erkenntnis lautete: Religionen könnten dem Wohl der Menschheit dienen, aber auch zu machtpolitischen Zwecken missbraucht werden.
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