Kein Zuschuss fürs Sportzentrum

Die Telefonzelle beim Wiesauer Bahnhof hat ausgedient. Da sie kaum genutzt wird, folgt bald die Demontage. Bild: wro
Politik
Wiesau
23.03.2016
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Für Betroffenheit und betrübte Mienen sorgte bei den Wiesauer Markträten eine Information aus dem Rathaus. Die Hoffnung von Bürgermeister Toni Dutz auf großzügige Fördermittel zur Sanierung des Sportzentrums zerplatzte wie eine Seifenblase.

Vor wenigen Wochen noch zeigte sich Bürgermeister Toni Dutz zuversichtlich, im Rennen um die Vergabe von Fördergeldern für Sanierungsarbeiten an kommunalen Sportstätten mitmischen zu können. Doch daraus wird nichts. "Die Fördergelder streichen andere ein", schimpfte der enttäuschte Bürgermeister im Gespräch mit unserer Zeitung. Wenig Verständnis zeigte Dutz für die Auswahl der begünstigten Städte und Gemeinden. Sie trieb ihm Zornesröte ins Gesicht. Dutz zweifelte, ob diese Kommunen tatsächlich zu den strukturschwachen im Raum zählen. "Wir lassen die Ablehnung nicht auf sich beruhen." Kämpferisch ergänzte der Bürgermeister: "Wir werden weiterbohren und hoffen auf ein neues Förderprogramm, bei dem dann tatsächlich strukturschwache Gemeinden zum Zug kommen."

Nicht erfreulich, jedoch nicht überraschend eine weitere Nachricht: Die Telefonhäuschen im Gemeindegebiet werden ziemlich bald abmontiert. "Ein gesetzlicher Anspruch zum Erhalt besteht nicht", kommentierte Toni Dutz die Entscheidung des Betreibers und schloss: "Die Telekom begründet ihren Entschluss mit dem deutlichen Rückgang der Umsätze." Fünf Euro seien es monatlich in der Telefonzelle am Bahnhof und noch weniger am Marktplatz. Jedoch werde eine Ersatzlösung angestrebt, ein Basistelefon für Notrufe.

Mehr Parkplätze


Einvernehmlich stimmten die Räte einem Ersatzneubau eines Umspannwerks mit Steuerzelle an der Straße zwischen Leugas und Schönhaid zu. Die Parkplätze rund ums Seniorenpflegeheim "Steinwaldblick" sind rar. Entspannung bringt die beschlossene Änderung des Bebauungsplans "Zwischen den Bahnlinien" mit sich. Statt der ursprünglich vorgesehenen Einfamilienhäuser kann Parkraum geschaffen werden. Die im vorigen Jahr beschlossenen Maßnahmen zur Konsolidierung des Haushalts sind abgeschlossen. Die Ergebnisse seien durchwegs positiv, bilanzierte Dutz. Hochrechnungen für das laufende Jahr liegen bereits vor: Nach Ansicht des Kämmerers seien Mehreinnahmen von rund 2500 Euro zu erwarten. Die Ausgaben könnten schätzungsweise um rund 2300 Euro gesenkt werden. Ein weiterer Antrag auf Stabilisierungshilfe werde zeitnah gestellt. Zweiter Bürgermeister Fritz Holm: "Nur so können wir die vorhandenen Schulden senken und an neue Ziele leichter herangehen."

Eine deutliche Absage erteilte Bürgermeister Dutz der geforderten Neuregelung der Straßenausbaubeiträge. Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte er: "Ich halte es für einen Irrglauben, wenn man meint, der Straßenausbau werde dadurch für den Bürger billiger."
Wir werden weiterbohren und hoffen auf ein neues Förderprogramm.Bürgermeister Toni Dutz
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