Neue Fenster und LED-Licht

Dr. Emil Lehner (stehend links) und Uwe Reihl (vorne rechts) vom Weidener Architektur- und Stadtplanungsbüro SHL stellten ein Neun-Punkte-Programm zur energetischen Sanierung des Wiesauer Rathauses vor. Eines der Ziele: Im Sitzungssaal sollen bald LED-Leuchten für Licht sorgen. Bild: wro
Politik
Wiesau
10.06.2016
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Für einen entspannten Beginn der Marktratssitzung sorgte ein Schreiben, das vor wenigen Tagen im Rathaus ankam. Es gibt Geld.

Absender der Mitteilung war Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht. Im Schreiben hieß es: "Ich freue mich über die Nachricht vom Bayerischen Innen- und Bauminister Joachim Herrmann, dass gleich 36 Projekte in unserer Heimat mit Mitteln des Kommunalinvestitionsprogramms unterstützt werden. Das sind insgesamt 25 Millionen, die in unsere Heimat fließen."

Bürgermeister Toni Dutz kommentierte: "Das Programm ist einmalig." Das Geld werde für die energetische Sanierung des Rathauses dringend benötigt. Dutz ergänzte: Jetzt müsse man schnell handeln. Neben vielen Gemeinden in der Region gehöre der Markt Wiesau zu den Nutznießern des "Kommunalinvestitionsfonds". In Bayern würden rund 289 Millionen Euro ausgeschüttet. Der Markt Wiesau erhalte 1 135 000 Euro.

90 Prozent Förderung


"Der Förderbetrag ist attraktiv", bestätigte auch der zur Gemeinderatssitzung geladene Städteplaner Dr. Emil Lehner aus Weiden. Gemeinsam mit Uwe Reihl stellte er das bereits ausgearbeitete Konzept zur energetischen Sanierung des Rathauses vor. Der Aufwand werde auf insgesamt 1 261 000 Euro geschätzt; 90 Prozent davon werde bezuschusst.

Selbstverständlich wolle man den Zuschuss nicht nur sinnvoll, sondern auch rasch einsetzen. Ein Neun-Punkte-Programm hatten die Weidener Städteplaner in ihre Vorschlagsliste eingepflegt. Die kostenintensiven "Deckenkronleuchter" im Sitzungssaal gehören auf jeden Fall dazu. Im Gespräch mit unserer Zeitung bezifferte Kämmerer Harald Seitz die Anzahl der "normalen" 40-Watt-Glühbirnen im Rathaussaal auf rund 200 Stück. Diese wolle man baldmöglichst durch LED-Leuchtmittel ersetzen. Damit könne man den Gemeindehaushalt spürbar entlasten, bilanzierte Seitz zum Einsparpotenzial. Das umfassende Sanierungsprogramm beinhalte die Auswechslung der Fenster, auch die Erneuerung der Außen- und Dachhaut des Rathauses, informierten die Architekten. Vorgesehen sei außerdem die Installation einer Photovoltaikanlage. Regenwasser könnte für die WC-Anlagen genutzt werden.

Barrierefreiheit


Marktrat Franz Dürrschmidt (Freie Wähler) fragte nach, ob auch eine Bezuschussung bei der Bahnhofssanierung möglich sei. Dutz versprach, sich auch hier um entsprechende Fördermittel zu bemühen. Noch in der Warteschleife seien die Planungen für die Umbaumaßnahmen hinsichtlich Barrierefreiheit im Rathaus. Das behindertengerechte Sprechzimmer im Erdgeschoss sei aber schon mal ein Anfang, so Dutz.

Stichwort Dorferneuerung Schönhaid: Als Hauptschwerpunkt nannte Dutz den Umbau des Dorfstadels. Unter Berücksichtigung des Brandschutzes seien der Anbau einer Fluchttreppe an einem der Giebel sowie ein Balkon an der Südwestseite des Gebäudes geplant. Begonnen werde noch in diesem Jahr, informierte der Bürgermeister. Vorbehaltlos brachten die Markträte beide Konzepte auf den Weg. Erneut enttäuscht zeigte sich Dutz, dass man beim Förderantrag zur energetischen Sanierung des Sportzentrums leer ausging. Der Bürgermeister hoffte: "Vielleicht plant man ja eine Neuauflage des Programms."

Das Programm ist einmalig.Bürgermeister Toni Dutz
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