Rückgang bei Schülerbeförderung wirkt sich aus - Lohnkosten überdurchschnittlich
Eska fährt leichte Verluste ein

Politik
Wiesau
21.10.2016
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Die Eska verzeichnete 2015 leichte Verluste. Schuld daran sind in erster Linie Einbußen bei der Schülerbeförderung, wie Hans Prucker dem Kreisausschuss bei der Sitzung in der Berufsschule darlegte. Der Geschäftsführer des landkreiseigenen Busunternehmens bezifferte den Fehlbetrag auf 23 650 Euro. Damit verringert sich der Gewinnvortrag der GmbH auf rund 343 000 Euro.

Die Entwicklung des Geschäftsergebnisses gleicht einer Berg- und Talfahrt. Gab es 2012 noch einen Verlust von 60 000 Euro, stand in den folgenden Jahren ein Plus von 100 000 beziehungsweise 34 000 Euro zu Buche. Die jüngsten Einbußen führte Prucker im Wesentlichen auf höhere Abschreibungen und geringere Schülerzahlen zurück. "Diese Talsohle sollte in zwei, drei Jahren durchschritten sein", hoffte der Geschäftsführer. Etwas abgefedert würden die Verluste durch Zuwächse im Linienverkehr.

Profitiert hat die Eska 2015 von sinkenden Treibstoffpreisen. Erschwerend wirkte sich der Ausfall des "Tursolino" und eines Reisebusses aus. Die Personalkosten erreichten nach einem ungewöhnlichen Rückgang im Vorjahr durch zwei Langzeitkranke wieder Normalniveau, erklärte Hans Prucker. Allerdings seien die Lohnkosten wegen übertariflicher Bezahlung und Aufwendungen für die Altersversorgung um 20 Prozent höher als bei privaten Unternehmen.

Wirtschaftsprüfer Reiner Rosnitschek beurteilte das Geschäftsergebnis insgesamt als positiv: "Wir hoffen auf eine schwarze Null 2016." Für Investitionen plant die Eska nächstes Jahr 410 000 Euro ein. So sollen ein moderner Überlandbus und ein zusätzlicher Kleinbus den Fuhrpark ergänzen. Geschäftsführer Prucker hoffte, dass bald auch etwas finanzieller Spielraum für die Instandhaltung des Betriebshofs an der Mitterteicher Straße bleibt: "Das musste bisher immer zurückstehen."

Der Kreisausschuss hatte keine Einwände gegen den Jahresabschluss und den Finanzplan. "Die Eska hat einen sehr guten Fahrzeugbestand, das bedeutet auch Sicherheit für die Fahrgäste", betonte Landrat Wolfgang Lippert.
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