Adventlicher Nachmittag mit den Familien aus Syrien - Bürgermeister: Fuchsmühl lebt die ...
Arabische Mamoul neben Lebkuchen

Hannelore Bienlein-Holl (hinten, Dritte von links), Nicole Fürst (hinten, Vierte von links), die zweite Vorsitzende des Caritasvereins, sowie rechts daneben Pfarrer Joseph, Bürgermeister Wolfgang Braun und Gerhard Geiger, stellvertretender Sprecher des "Arbeitskreises Integration für Flüchtlinge", genossen in der Mehrzweckhalle das Treffen mit den Flüchtlingen aus Syrien. Bild: wro
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Wiesau
15.12.2015
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Fuchsmühl. Die syrischen Familien fühlen sich in der Steinwaldgemeinde wohl. Einheimische und Flüchtlinge kommen einander näher. Man versteht sich. Das zeigte sich auch jetzt wieder bei einem adventlichen Treffen, zu dem der Arbeitskreis "Integration für Flüchtlinge" ins Foyer der Mehrzweckhalle eingeladen hatte.

Fuchsmühl ist für die Familien aus Syrien zur neuen Heimat geworden. Längst schon haben sich die Flüchtlinge im Ort eingewöhnt. Die jüngeren besuchen die Schule, die kleinsten das Kinderhaus "Sankt Marien". Sie sind zu Freunden geworden und das nicht erst seit dem großen Freundschaftsfest im Sommer. Die Flüchtlingsfamilien kennen inzwischen die jahreszeitlichen Bräuche ihres Gastlandes, man feiert sie - so oft es geht - auch gemeinsam. Dazu gehört freilich auch das christliche Weihnachtsfest.

Hannelore Bienlein-Holl vom Arbeitskreis Integration war angesichts des Zuspruchs gerührt, aber auch stolz. "Ich freue mich, dass wir das Fest am Badeweiher gemeinsam feiern durften. Die Gemeinsamkeit zeigt, wie herzlich die Familien aufgenommen worden sind." Gemeinsam feiere man nun Advent. Bestürzt zeigte sich die Kreisrätin über Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte und sagte: "Ich schäme mich für unser Volk." Fuchsmühl aber zeige, dass es auch anders geht. Die Gastfreundschaft sei vorbildlich.

An seine "syrischen Fuchsmühler" gewandt zeigte sich Bürgermeister Wolfgang Braun erfreut, dass in Fuchsmühl die Integration gelebt werde. Er dankte für die vielen bunten Aktivitäten. "Ich hoffe, dass diese Harmonie auch weiterhin so bleibt. Ich wünsche euch allen ein schönes, friedvolles Weihnachtsfest."

Der deutsch-syrische Nachmittag im Advent unterschied sich kaum von anderen Weihnachtsfeiern. Kaffeeduft erfüllte den Raum, dazu feine Plätzchen. Doch neben Lebkuchen und Buttergebäck lagen auch arabische Mamoul mit Datteln und leckere syrische Teigbällchen. Auch der beliebte Weihnachtsstollen und weihnachtliche Weisen durften nicht fehlen. Die Atmosphäre regte dazu an, weitere Freundschaften zu schließen. Andächtig lauschten nicht nur die Kleinen den ungewohnten, vorweihnachtlichen Weisen, die Elisabeth Schuller und Beate Fleischmann vortrugen. Als dann auch noch kleine Geschenke ausgepackt wurden, waren vor allem die Kinder nicht mehr zu halten und drängten nach vorne. Der Caritasverein hatte prall gefüllte Obstkörbchen vorbereitet und der Arbeitskreis "Integration für Flüchtlinge" Schokoladennikoläuse mitgebracht. Jede Familie, jedes Kind bekam ein Geschenk.
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