Bei Bahnlärm wachsam bleiben

Walter Wildenauer (rechts) stellte die neue Satzung zur Diskussion. Kassier Jürgen Kühn und Vorsitzender Gerhard Engelmann (Zweiter und Dritter von rechts) erläuterten, dass die Mitgliederbeiträge trotz Erhöhung der Verbandsabgaben stabil bleiben sollen. Bürgermeister Toni Dutz (links) bekräftigte seine Haltung zur Elektrifizierung der Bahn. Bild: wro
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Wiesau
19.04.2016
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Mit Skepsis verfolgt die Siedlergemeinschaft Fichtenschacht-Schönhaid sowohl die Elektrifizierungspläne der Deutschen Bahn AG als auch die Diskussion um die Straßenausbaubeiträge. Konkrete Ergebnisse konnte Vorsitzender Gerhard Engelmann in der Hauptversammlung noch nicht vorlegen.

Schönhaid. Der Sprecher ließ keinen Zweifel darüber aufkommen, dass die Bahnanlieger bereits jetzt mit einer erheblichen Lärmbelästigung leben müssen. Nach der Elektrifizierung und in Folge der gewollten Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene sei sogar mit einer deutlichen Steigerung des Geräuschpegels zu rechnen.

Eine konkrete Stellungnahme seitens der Bahn AG liege immer noch nicht vor, bedauerte Engelmann, der selber nicht von der Lärmbelästigung betroffen ist. Der Vorsitzende zeigte sich aber mit den Bahnanliegern solidarisch und schloss sich den Forderungen nach einem entsprechenden Lärmschutz an. Man werde die Planungen genauestens beobachten. Für leichtes Magendrücken sorgte auch die erneute Erhöhung der Abgaben an den Landesverband. Die Frage, ob die Höhe der Beiträge gerechtfertigt sei, ließ der Vorsitzende unkommentiert im Raum stehen. Mit stoischer Regelmäßigkeit werde das Geld eingezogen, dagegen könne man nichts machen, stellte er fest: "Von den eigenen Mitgliedsbeiträgen bleiben dann gerade noch 6 Euro für die Vereinskasse übrig." Das bestätigte Kassier Jürgen Kühn und versprach, am eigenen Mitgliedsbeitrag vorerst nicht zu rütteln.

Weniger Probleme bereitete der Umzug ins Schönhaider Schützenheim. Nach der Schließung des bisherigen Vereinslokals war man auf der Suche nach einem neuen Domizil. Mit dem Schützenverein "Fortuna Schönhaid" habe die Gemeinschaft aber rasch einen guten Partner gefunden, freute sich der Vorsitzende. Auch mit den Gerätewarten Gerd Bässler und Anton Engelmann sei man gut aufgestellt, bestätigte der Vorsitzende: "Die Arbeit eines Gerätewartes gleicht manchmal einem Vollzeitjob." Neue Geräte wurden angeschafft, der Verleih finde großen Anklang und zähle zu den wichtigen Aufgaben im Verein. Engelmann bat darum, die Ausgabezeiten dienstags und donnerstags von 17 bis 18 Uhr strikt einzuhalten. Mit einer rechtzeitigen Anmeldung werde die Arbeit der Gerätewarte erheblich erleichtert.

"Unser Siedlerheim muss dringend renoviert werden", beschrieb Engelmann den renovierungsbedürftigen Zustand des Daches, auch des Vorplatzes am Fichtenschachter Anwesen. Ausgleich für die Arbeit schaffe der Vereinsausflug Ende Mai. 30 Personen haben sich bereits für die Fahrt an den Gardasee angemeldet.

Die Siedlergemeinschaft Fichtenschacht-Schönhaid genießt seit rund vier Jahren die Gemeinnützigkeit. Leider entspreche die Satzung nicht mehr den Anforderungen, informierte der Vorsitzende Eine aktualisierte Satzung legte Schriftführer Walter Wildenauer zur Abstimmung vor. Vorbehaltlos wurde die Satzung genehmigt, nun folgt der Gang zum Notar und zum Amtsgericht.

Bürgermeister Toni Dutz vertrat vor den anwesenden Siedlern die Auffassung, dass mit der geforderten Abschaffung der Anliegerkosten für den Straßenausbau die Probleme eher größer statt kleiner werden. Gerne werde er dieses Thema bei der nächsten Bürgerversammlung aufgreifen. Bei der Frage nach der Elektrifizierung verdeutlichte Dutz seinen Standpunkt: "Wir brauchen die Elektrifizierung." Zu Fragen des Lärmschutzes werde er aber auch keine Ruhe geben.
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