Berufsschulzentrum Wiesau und Universität Pilsen besiegeln Zusammenarbeit - Perspektiven für ...
Starker Partner mit internationalem Ansehen

Mit ihren Unterschriften besiegelten Universitätsrektor Dr. Miroslav Holecek und Schulleiter Dr. Wolfgang Eckstein (vorne von links) die Kooperation, aufmerksam beobachtet von (hinten von links) Dr. Milan Edl (Westböhmische Universität Pilsen), Landrat Wolfgang Lippert, Oberstudienrat Wolfgang Prebeck und Studienrat Andreas Büttner vom Berufsschulzentrum Wiesau sowie Markus Meinke (Europaregion Donau-Moldau). Bild: Katerina Modrá
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Wiesau
06.07.2016
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Wiesau/Pilsen. Die Europaregion Donau-Moldau macht es möglich: Das Staatliche Berufliche Schulzentrum Wiesau und die Westböhmische Universität in Pilsen haben eine Partnerschaftserklärung unterzeichnet, auf deren Grundlage beide Institutionen enger zusammenarbeiten wollen. Damit wird eine weitere Brücke zwischen beruflicher und akademischer Bildung geschlagen. Erstmals wird der Austausch zwischen einer bayerischen Berufsschule und einer tschechischen Universität fachlich vertieft.

Mit ihren Unterschriften besiegelten der Rektor der Universität Pilsen, Dr. Miroslav Holecek, und Schulleiter Dr. Wolfgang Eckstein die Zusammenarbeit. Beide freuen sich über die vielfältigen Möglichkeiten, die sich für Schüler und Studierende beider Einrichtungen ergeben. Es handle sich um einen in dieser Form bislang einzigartigen grenzüberschreitenden Austausch. "Die Universität Pilsen ist für uns ein wichtiger Partner mit internationalem Renommee. Ich hoffe, dass viele junge Menschen die sich nun eröffnenden Chancen für eine hochwertige grenzüberschreitende Ausbildung nutzen werden", so Dr. Eckstein.

Auch Landrat Wolfgang Lippert, der mit zur Unterzeichnung nach Pilsen gereist war, ist sicher, dass die Partnerschaft einen deutlichen Zugewinn für die Bildungsregion Tirschenreuth und die nördliche Oberpfalz bedeutet: "Durch den Wissenstransfer zwischen Wiesau und Pilsen können wir unser Ausbildungsangebot auf ein neues Qualitätsniveau heben. Wichtig ist, dass es uns gelingt, jungen Menschen in unserer gemeinsamen Region die besten Perspektiven zu bieten und sie so für die heimische Wirtschaft zu gewinnen."

Praxis für Studenten


Die Partnerschaft umfasst zunächst die Fachbereiche Metallbearbeitung und Maschinenbau. An beiden Standorten sollen die Ausbildungs- und Forschungsmöglichkeiten gekoppelt und optimal für die Qualifizierung junger Menschen genutzt werden. Das Schulzentrum Wiesau verfügt bayernweit über einen der modernsten Maschinenparks im Bereich der Metallfachausbildung. Neben einer Wasserstrahlschneideanlage zählen hierzu auch ein CNC-Fräszentrum, eine CNC-Drehmaschine und SPS-Steuerungsräume. In Wiesau sollen die künftigen Maschinenbauer aus Pilsen vertiefte praktische Kenntnisse zur Materialbearbeitung erhalten, eine wertvolle Ergänzung zur überwiegend theoretischen Hochschulausbildung.

Umgekehrt wartet die Westböhmische Universität mit den neuesten 3-D-Scannern und 3-D-Druckern auf, an denen Schüler aus Wiesau ihr Fachwissen erweitern und wichtige Zusatzqualifikationen für ihr Berufsleben erwerben können. Beide Seiten hoffen, grenzüberschreitend einen Beitrag zur Bewältigung des Fachkräftemangels zu leisten und Spitzenkräfte für die regionale Wirtschaft auszubilden. Geplant sind Seminare für Schüler und Studenten, Exkursionen, Werksbesichtigungen, aber auch gemeinsame Forschungsarbeiten wie die Konstruktion von Fahrzeugteilen.

Hauseigener Windkanal


Ein besonderes Schmankerl der Uni ist der hauseigene Windkanal. Hier hoffen die Wiesauer, die bereits seit Jahren erfolgreich mit einem Miniaturrennwagen an dem internationalen Projekt "F1 in schools" teilnehmen, durch aerodynamische Versuche und Fahrwerksverbesserungen auf eine weitere Optimierung ihres Modells. Nach dem dritten Platz im Vorjahr wird nun mit tschechischer Hilfe die Pole-Position auf dem Siegerpodest angestrebt. (Hintergrund)

Wichtig ist, dass es uns gelingt, jungen Menschen in unserer gemeinsamen Region die besten Perspektiven zu bieten und sie so für die heimische Wirtschaft zu gewinnen.Landrat Wolfgang Lippert
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