"Böhmischer Abend" des Musikvereins Wiesau
Bekannte Melodien und Kulinarisches

Souverän und gekonnt leitete "Ersatzdirigent" Toni Dutz den "Böhmischen Traum". Die Wiesauer Blasmusiker hielt es nicht mehr auf ihren Plätzen beim Finale des beliebten Stücks. Bild: wro
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Wiesau
28.09.2016
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Der "Gentleman" lautete der Titel des von Dirigent Patrick Oroudji vorgetragen Posaunen Solostücks. Bild: wro

Am "Böhmischen Traum" lag es sicher nicht alleine. Zweifellos auch nicht am immer wieder gerne gehörten "Dompfaff" oder den vielen anderen Ohrwürmern: Aus dem zur Herbsttradition gewordenen "Böhmischen Abend" des Musikvereins sollte eine erfolgreiche und überaus gesellige Veranstaltung werden.

Nicht nur die Wiesauer strömten zum Festsaal, um ihrem Musikverein beim Spielen zuhören zu können. Auch zahlreiche Besucher und Blasmusikfreunde aus dem Umland, ließen sich vom Ruf der Blaskapelle gerne anlocken und zeigten sich von der bunten Melodienfolge, aber auch vom kulinarischen Angebot restlos begeistert. Ohne Frage war es der Spielfreude der stets gut aufgelegten Blasmusiker zu verdanken, dass man sich im Wiesauer Pfarrzentrum gut unterhalten, wer wollte auch fleißig tanzen konnte.

Das Musikprogramm bot eine Vielzahl altbekannter Melodien, auf der Getränkekarte stand neben Kulinarischem auch böhmisches Bier. Wie schon in den Vorjahren hatten sich die Musiker unter der musikalischen Leitung ihres jungen Dirigenten Patrick Oroudji wieder allerhand einfallen lassen. Für den reibungslosen Service verantwortlich zeigten sich wieder fleißige Helfer des Wiesauer BRK. Musikalische Farbtupfer waren etwa das Flügelhornduo Christian Hampel und "Eigengewächs" Christian Philipp, die laut Dirigent wochenlang gemeinsam probten und ihre "Flügelhornpolka" dann auch meisterhaft zu Gehör brachten. Im Gegensatz zur Trompete gefalle der etwas weichere Ton, kommentierte Dirigent Patrick Oroudji das von den beiden virtuos beherrschte Musikinstrument.

Als Solist begeistern konnte aber auch der Dirigent selber. Für wenige Momente erlöste er die eher als Begleitinstrument eingesetzte Posaune aus ihrem Schattendasein. Mit seinem Bravourstück "Gentleman" riss er sein Publikum zu Begeisterungsstürmen hin. Für einen weiteren klanglichen Farbklecks sorgte auch Johannes Schöner mit seinem Schlagzeugsolo. Wie seine Musikerkollegen lieferte auch er mit seinem "Lieblingstrommler" die musikalische Visitenkarte ab. Als Duett begeisterten Oroudji und Hampel mit ihrem wohltuend abgestimmten Gesang, stets harmonisch begleitet von den Musikern.

"Zwio" ein Höhepunkt


Mehr als Pausenfüller war das "Neualbenreuther Zwio": Der Auftritt von Monika Kunz und Franz Danhauser war einer der besonderen Höhepunkte des Abends, und manch einer der Gäste bekam sein Fett weg - etwa das später hinzukommende Gemeindeoberhaupt Toni Dutz, der sich beim "Bist aa daou" und dem späteren "Sibyllenbad-Schlager" amüsiert auf die Schenkel klopfte, oder der in der ersten Reihe sitzende Pfarrer Max Früchtl. Als Oroudji nach einer Auszeit verlangte, sprang Bürgermeister Toni Dutz in die Bresche. Gewohnt souverän und den Leih-Taktstock in der Hand, vertrat er den fleißig arbeitenden Mann am Dirigentenpult, der sich aber gleich ein Instrument schnappte.

"Wir dürfen stolz auf unsere Blasmusik sein", kommentierte Dutz die ihm bevorstehende Zusammenarbeit mit "seinen" Musikern, die sich ihrerseits von der - temporären - Zusammenarbeit aus dem Wiesauer Rathausdirigenten angetan zeigten.
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