Damit die Flamme nicht erlischt

Mit Chrisam zeichnete Weihbischof Dr. Josef Graf den Firmlingen ein Kreuz auf die Stirn. Auch nahm er sich Zeit für ein persönliches Wort an Firmlinge und Paten. Bild: wro
Vermischtes
Wiesau
05.07.2016
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66 junge Gläubige aus den Pfarreien Sankt Michael Wiesau und Sankt Pankratius Falkenberg hatten sich monatelang auf diesen Festtag vorbereitet. Weihbischof Dr. Josef Graf spendete nun am Samstag das Sakrament der Firmung.

Die Firmung in Wiesau ist stets auch ein Anlass für einen feierlichen Kirchenzug durch die Straßen der Marktgemeinde zur fahnengeschmückten Pfarrkirche Sankt Michael. Mit züngelnden Flammen und großen Streichhölzern war der Altarraum vor wenigen Tagen festlich dekoriert worden. Die roten Streichholzköpfe hatte man mit Porträts der Firmlinge verziert. Gemeinsam mit seinem Falkenberger Amtsbruder Pater Stephan und dem Regensburger Weihbischof feierte Wiesaus Seelsorger Pfarrer Max Früchtl einen eindrucksvollen Firmgottesdienst. Die Festpredigt freilich hielt Dr. Josef Graf. Man könne für vieles Feuer und Flamme sein, hob er die Augen und deutete auf das an der Decke angebrachte Dekorationsstück, dem sich fortwährend drehenden Feuerzungenmobile. Gaben und Geschenke gehörten zu einer Firmung dazu, das wertvollste Geschenk aber sei Jesus selber. "Schade nur, dass wenige Wochen später all das meist in Vergessenheit gerät." Nur wenige fänden dann den Weg zur Kirche, bedauerte der Weihbischof. Schnell sei der zündende Funke wieder verloschen. Beim Spenden des Firmsakraments versäumte es Graf nicht, jedem Firmling und Paten ein persönliches Wort und den Segen Gottes mit auf den weiteren Lebensweg zu geben.

Essen im Rittersaal


"Falkenberg und seine Burg kenne ich noch nicht", zeigte sich Weihbischof Dr. Graf erfreut über die Einladung der beiden Pfarreien zu einem Besuch in der Burg. Dort hatte man auch das Mittagsmahl vorbereitet.

Herzlicher EmpfangEinen hohen Gast - zumal einen Weihbischof aus Regensburg - würdig zu empfangen, ist für jede Gemeinde Ehrensache. Mit solch einem großen Bahnhof hatte Dr. Josef Graf in Wiesau aber nicht gerechnet. Denn kurzer Hand wurden der große Marktplatz und die daran vorbeiführende Bahnhofstraße für einige Minuten für den Verkehr gesperrt. Die Rathaustreppe war dicht umlagert, dort wurde Weihbischof Dr. Josef Graf von den Firmlingen, zahlreichen Wiesauern und Falkenbergern sowie natürlich von Pfarrer Max Früchtl und Vertretern der Marktgemeinde willkommen geheißen. Vor 59 Jahren sei er in Riedenburg zur Welt gekommen, erzählte der freundliche Bischof im Gespräch mit unserer Zeitung. Es war seine 31. Firmung seit seiner Amtsübernahme am 7. Juni vergangenen Jahres. Für den Empfang hatte Bürgermeister Toni Dutz die Amtskette umgelegt. Wenige Schritte neben ihm stand sein Stellvertreter Fritz Holm. Das Goldene Buch der Marktgemeinde lag aufgeschlagen im Rathausfoyer. Toni Dutz stellte die Gemeinde vor und überreichte ein Exemplar der Wiesauer Gemeindechronik. (wro)
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