"Der Motor der Pfarrei"

Frauenbund-Bezirksleiterin Margareta Nies (rechts) zeichnete Frauenbund-Vorsitzende Brigitte Weig (links) mit der goldenen Ehrennadel des Diözesanverbandes aus. Bild: wro
Vermischtes
Wiesau
19.05.2016
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Bei der Muttertagsfeier dankte der Katholische Frauenbund verdienten Mitgliedern. Unser Bild zeigt die Geehrten mit Pfarrer Max Früchtl (links), zweiter Vorsitzender Gabi Bächer, Vorsitzender Brigitte Weig, Schatzmeisterin Erika Gebhard, Bezirksleiterin Margareta Nies (stehend, Zehnte von links) und Bürgermeister Toni Dutz (rechts). Bild: wro

Es ist längst ein schöner Brauch des Katholischen Frauenbunds Wiesau, bei der Muttertagsfeier langjährige Mitglieder auszuzeichnen. Doch dieses Mal gab es eine Überraschung.

Die Feier im Pfarrzentrum verlief zunächst wie gewohnt. Die Wiesauer Vorsitzende Brigitte Weig und KDFB-Bezirksleiterin Margareta Nies gratulierten allen Jubilaren, gemeinsam verteilten sie die zahlreichen Jubiläumsgeschenke. Schließlich waren alle Präsente verteilt. Allerdings lag da noch eine Goldnadel auf dem Tisch. Spannung - für wen ist die gedacht? Etwas ratlos zuckte auch Brigitte Weig die Schultern. Kurz darauf huschte verlegene Röte übers Gesicht. Dass ausgerechnet sie selbst zum Kreis der Geehrten gehörte, machte Brigitte Weig dann doch sprachlos. Gerührt stellte sie dann fest: "Mich wundert, dass meine Vorstandskolleginnen das vor mir geheim halten konnten."

Rückblickend erinnerte Bezirksleiterin Margareta Nies an die wichtigste Stationen der langjährigen Vorsitzenden: Brigitte Weig trat 1980 in den Katholischen Frauenbund ein. Vier Jahre war sie Beisitzerin, acht Jahre lang als Schatzmeisterin tätig. 1998 wurde Brigitte Weig zur stellvertretenden Vorsitzenden, 2006 schließlich zur ersten Vorsitzenden gewählt. "In all den Jahren ist es sicher nicht immer leicht gewesen, jedem gerecht zu werden." Pfarrer Max Früchtl verzichtete nach der Laudatio der Frauenbund-Bezirksleiterin auf eine lange Ansprache, obwohl er sich auch eine "schöne Rede" ausgedacht hatte. Diese müsse nun wohl ungelesen im Archiv ihr Dasein fristen, fügte er lachend hinzu. Herzlich Dank sagte der Seelsorger mit einem bunten Blumenstrauß. Anerkennend fügte Früchtl hinzu: "Was wäre eine Pfarrgemeinde ohne den Frauenbund." Früchtl fuhr fort: "Da würde uns ganz schnell die Luft ausgehen. Ihr seid der Motor der Pfarrei." Danach steckte Max Früchtl das Manuskript seiner gut vorbereiteten Ansprache wieder in die Jackentasche und zündete statt seiner Rede ein kurzweiliges Ideenfeuerwerk.

Bekannte Melodien


Sein "Mitmach-Tütenlied" spornte alle Mütter zum Mitsingen und -spielen an; die Melodie hatte er sich von Beethoven ausgeliehen. Am Ende des humorvollen Beitrags ließ er die mitgebrachten Tüten wie Sektkorken knallen, um sogleich den nächsten Kracher zu starten: ein schneckenförmiges "Drehlied". Wieder war der Beitrag zum Mitmachen geeignet. Lediglich die Melodie war für die Jahreszeit etwas ungewöhnlich: "O Tannenbaum". Das Weihnachtslied kenne schließlich jeder, lachte der Pfarrer und stellte ergänzend fest: Mitsingen könne man da problemlos. Früchtl zeigte sich im Pfarrzentrum als guter Unterhalter, war stets zu Scherzen aufgelegt. Abschließend meinte er, die Mütter seien "das Wunderbarste, was unser Herrgott erschaffen hat".

Bürgermeister Toni Dutz schloss sich gerne den Worten Max Früchtls an. Und er freute sich angesichts der Neuaufnahmen: "Neue Mitglieder bringen Farbe ins Vereinsleben." Mehr Farbe wünschte sich Dutz auch für die Gemeinde: "Es wäre schön, wenn manches in Wiesau wieder bunter würde."

Treue MitgliederFür zehnjährige Mitgliedschaft dankte der Frauenbund Wiesau Marion Fröhlich, Inge Fuchs, Frieda Gorthan, Margot Konz, Hermine Meier und Anette Philipp. 20 Jahre Treue: Brigitte Göths, Rita Hösl, Evi Kaiser, Christa Kuchenreuther, Monika Märkl. 30 Jahre sind es bei Rita Burger, Hilde Fröhlich, Anni Gebhard, Marianne Greger, Katharina Heider, Elfriede Lehner. 40 Jahre: Annemarie Maresch. 45 Jahre: Elfriede Lang, Anni Wührl. 50 Jahre: Hedwig Eismann. 55 Jahre: Anni Frech. Freude herrschte auch über neun neue Mitglieder: Doris Bauernfeind, Brigitte Busl, Brigitte Englmann, Corinna Fröhlich, Marianne Hechtl, Ingrid Köhler, Andrea Meierl, Antje Thoma und Petra Thoma. (wro)
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