Eine Leistung, die stolz macht

Hohe Auszeichnungen gab es für besonders verdiente Mitglieder des Roten Kreuzes Wiesau. Im Bild sitzend von links Hans Wege, Luzie Schirwitz, Max Müller, Ida Lindner und Erika Meierl, stehend von links stellvertretende Kreisvorsitzende Eva Freifrau von Podewils, Holger Schedl, Cornelia Klarner, Wilfried Arnold, Toni Dutz, Richard Meierl, Petra Meierl, Ralf Arnold, Inge Oroudji, Brigitte Göths, Christine Arnold, Gerald Mayerhöfer, Rosemarie Stalla, Bereitschaftsarzt Dr. Bernhard Buhr, Jutta Wege, Bereitscha
Vermischtes
Wiesau
12.11.2016
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Langjährigen Mitgliedern dankte das BRK Wiesau für ihre Treue zum Ortsverband. Unser Bild zeigt sitzend von links Jutta Wege, Ida Linder, Max Müller und Rosemarie Stalla, stehend von links Bürgermeister Toni Dutz, Bereitschaftsleiter Robert Wolfrum, Inge Oroudji, Geschäftsführer Holger Schedl, Kathrin Ruhland, stellvertretende BRK-Kreisvorsitzende Eva Freifrau von Podewils, Brigitte Göths, Ralf Arnold, Silke Wolfrum und die Leiterin der Jugendarbeit auf Kreisebene, Natalie Wölfl. Bild: jr

Sie haben das Wohl des Nächsten im Blick, leisten wertvolle Dienste für das soziale Miteinander - und das seit 60 Jahren. Viele Helfer des BRK sind an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr einsatzbereit. Dafür galt es nun Dank zu sagen.

Von einer ergreifenden und eindrucksvollen Geschichte sprach BRK-Kreisvorsitzender Franz Stahl beim Ehrenabend des Roten Kreuzes Wiesau im Bayer-Saal. Stahl dankte den Mitgliedern, dass sie über Jahrzehnte ihre Freizeit und ihr Können zum Wohl des Nächsten zur Verfügung stellten. Der Festtag zum Jubiläum begann mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche, ehe anschließend beim Ehrenabend langjährige und verdiente Mitglieder ausgezeichnet wurden. BRK-Bereitschaftsleiter Robert Wolfrum blickte auf 60 Jahre BRK in Wiesau zurück. Gegründet wurde die Bereitschaft am 5. Mai 1956. Zehn Männer und sechs Frauen erklärten sich bereit, in den aktiven Dienst einzutreten. Männer der ersten Stunde waren Bereitschaftsarzt Dr. Helmut Huber, Zugführer Heinrich Vogt, sein Stellvertreter Willi Margner und Bereitschaftsführerin Ruth Enders. Bei der Gründung war die Bereitschaft noch der Kolonne Mitterteich unterstellt; erst 1961 wurde Wiesau selbstständig. In der Geschichte des BRK hatte der Ortsverband Wiesau nur vier Leiter. 1956 Heinrich Vogt, 1969 Karl Wolfrum, 1986 Gerd Stalla und seit 2001 Robert Wolfrum. Die Frauenbereitschaft wurde bislang von Ruth Enders, Ida Lindner, Gerda Müller, Marga Kuhl, Klara Klarner und seit 1975 durch Gudrun Arnold geführt.

Schnelle Einsatzgruppe


In seinem Rückblick erinnerte Wolfrum an den Einsatz der Wiesauer bei den Olympischen Sommerspielen 1972 in München. 1976 wurde der Unterrichtsraum, das heutige BRK-Heim, gebaut. Im gleichen Jahr wurde die Jugendrotkreuzgruppe gegründet. Seit 1977 gibt es Alten- und Seniorennachmittage. 1984 wurde die schnelle Einsatzgruppe ins Leben gerufen. Von 1993 bis 1996 wurden insgesamt 27 Hilfstransporte nach Kroatien geschickt. Der Arbeitskreis "Helfer vor Ort" wurde 1995 gegründet; dessen Aktive sind 24 Stunden an 365 Tagen einsatzbereit. Im vergangenen Jahr musste das Rote Kreuz bei der Betreuung der Asylbewerber große Leistungen erbringen, blickte Wolfrum zurück. Tausende Stunden ehrenamtlicher Arbeit wurden geleistet. Robert Wolfrum war auf seine 30-köpfige aktive Mannschaft stolz, die jährlich mehr als 10 000 Stunden leistet.

Für das Jugendrotkreuz blickte Gudrun Arnold auf den 14. Mai 1976 (Gründungstag) zurück. 1979 wurde sogar eine eigene Jugendrotkreuz-Band gegründet, die bei diversen Veranstaltungen in Wiesau und im Landkreis auftrat. Doch nicht nur gesellig waren die Jugendlichen unterwegs, auch in verschiedenen Wettbewerben präsentierten sie ihr Können. Dabei wurden sie mehrere Male Kreissieger. Schon fünf Jahre nach der Gründung hatte die Jugendgruppe 31 Jugendliche. Gudrun Arnold leitet die Jugendgruppe seit ihrer Gründung. Abschließend dankten sie und Kreisjugendleiterin Natalie Wölfl den Jubilaren für ihre lange Treue: Bernhard Scholz (5 Jahre), Martin, Fabian und Michael Wolfrum (je 10 Jahre), Kathrin Ruhland (15 Jahre), Ralf Arnold (25 Jahre) und Martina Fröhlich (35 Jahre). BRK-Kreisvorsitzender Franz Stahl hob in seiner Festrede vor allem die Freiwilligkeit des Dienstes hervor. Sie sei die Grundlage der BRK-Arbeit. "Wir brauchen auch in Zukunft Menschen, die das Rote Kreuz unterstützen. Wir brauchen Menschen, die aus Überzeugung ihre Kraft und ihr Wissen zur Verfügung stellen." Stahl machte deutlich, dass alle Hilfsbedürftigen den gleichen Anspruch haben. "Ich danke euch allen für diese phantastische Leistung", zollte Stahl den Wiesauern Respekt. Weitere Grußworte sprachen BRK-Kreisgeschäftsführer Holger Schedl und Bürgermeister Toni Dutz.

Dank an verdiente MitgliederHöhepunkt des Festabends war die Ehrung langjähriger und verdienter Mitglieder. Jahresspangen für fünf Jahre erhielten Kerstin Dietl, Brigitte Göths, Doris Gurdan und Silvia Klarner, für 15 Jahre Silvia Liebscher und Silke Wolfrum. 20 Jahre: Andreas Meierl. 35 Jahre: Rosemarie Stalla. 40 Jahre: Inge Oroudji und Jutta Wege. 60 Jahre: Ida Lindner und Max Müller. Über Ehrenzeichen in Silber der Bereitschaft freuten sich Rosemarie und Hans-Peter Stalla, Luzie Schirwitz, Petra Meierl, Christine Arnold und Dr. Rainer Karban. Das Ehrenzeichen der Bereitschaft in Bronze ging an Inge Oroudji, Richard Meierl, Gerald Meierhöfer, Brigitte Göths, Ralf Arnold, Christl Bartos, Manuela Görschl, Jutta Wege, Gudrun Stalla, Dr. Reinhard Buhr, Franz Rosner und Cornelia Klarner. Das Ehrenzeichen Ausbilder in Bronze bekam Wilfried Arnold. Ehrennadel in Gold: Gudrun Arnold, Jutta und Hans-Joachim Wege. Die Ehrenplakette in Gold erhielt Ida Lindner, das Goldene Ehrenzeichen Max Müller und Ernst Fachet. Mit der Ehrenplakette im Blutspendedienst wurden Inge Oroudji, Rosemarie Stalla, Inge Fischer, Silvia Klarner und Erika Meierl ausgezeichnet. (jr)


Wir brauchen Menschen, die aus Überzeugung ihre Kraft und ihr Wissen zur Verfügung stellen.BRK-Kreisvorsitzender Franz Stahl
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