Ende der Minutenzählerei

Was genau ändert sich im Pflegegesetz? Wer profitiert wie davon? Antworten lieferte Evelin Schrems im Wiesauer BRK-Heim. Bild: wro
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Wiesau
17.11.2016
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Viele ältere Menschen kommen nicht mehr alleine zurecht. Sie sind auf Hilfe angewiesen - beim Anziehen, Waschen, Essen. Für einen finanziellen Ausgleich sorgt die vor rund 20 Jahren eingeführte Pflegeversicherung. Nun gibt es Änderungen.

Was bringen die Neuregelungen? Was ist zu beachten? Informationen gab Evelin Schrems, Pflegeberaterin der AOK Tirschenreuth bei ihrem rund einstündigen Vortrag im Wiesauer BRK-Heim. Als wichtiges Beispiel nannte sie die leidige Minutenzählerei. "Die gehört jetzt der Vergangenheit an", so Schrems vor Vertretern des BRK, der Pflegedienste und Betroffenen pflegebedürftiger Angehöriger. Evelin Schrems betonte: Durch die Gesetzesanpassung werde niemand, der bereits Leistungen bezieht, schlechter gestellt. Die Referentin empfahl Patientengruppen, für die absehbar sei, dass sie im kommenden Jahr finanzielle Unterstützung benötigen, umgehend zu handeln.

Organisiert hatte den Informationsnachmittag die Behinderten- und Seniorenbeauftragte der Marktgemeinde Wiesau, Irmgard Hegen. Evelin Schrems, die sich im Anschluss an ihre Ausführungen gerne auch persönlichen Fragen widmete, wertete die Gesetzesänderungen als durchwegs positiv. Ein wesentlicher Vorteil der Neuregelung sei die gerechtere Begutachtung durch den medizinischen Dienst. "Die Reform des Pflegegesetzes wurde von allen Betroffenen dringend erwartet", schloss die AOK-Vertreterin.
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