Europaunion vergibt Preise
Bemerkenswerte Europäer

Für ihr unermüdliches Bemühen um Freundschaft in Europa, eine humanitäre Hilfe und die Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen wurden Oliver Zrenner (stehend links), Annemarie Flögel (Viertes von links) und die Freiwillige Feuerwehr Mitterteich mit dem Europapreis des Kreisverbandes der "Europa-Union" ausgezeichnet. Kreisrätin Hannelore Bienlein-Holl (sitzend links) und die Kreisvorstandschaft gratulierten. Bild: wro
Vermischtes
Wiesau
26.10.2016
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Sie pflegen Freundschaften über Grenzen hinweg, sorgen sich um die Integration von Flüchtlingen und packen an ohne erst groß zu fragen. Und sie leben damit Europa. Dafür gibt's eine Auszeichnung.

Mit dem Europa-Preis zeichnete der Kreisverband der Europa-Union die Freiwillige Feuerwehr Mitterteich, Annemarie Flögel aus Tirschenreuth und Oliver Zrenner aus Wiesau aus. In seiner Laudatio würdigte Kreisbrandrat Andreas Wührl die Verdienste der Mitterteicher Brandschützer um eine fortwährende Partnerschaft mit der Freiwilligen Feuerwehr in Ledziny/Polen.

Auf Initiative des ehemaligen Kreisbrandrates Werner Bayer wurde bereits vor zwölf Jahren eine Zusammenarbeit mit den polnischen Kameraden beschlossen. Aus der damaligen Idee wurde eine bis heute währende Freundschaft, die auch auf die Jugendlichen der beiden Länder übergegriffen hat.

Frau der Tat


Die stellvertretende Kreisvorsitzende der Europa-Union, Inge Panrucker, würdigte das Engagement von Annemarie Flögel. Sie sei eine Frau der Tat,. "Sie hat erkannt, dass das Erlernen der deutschen Sprache das A und O für das gegenseitige Verständnis der Fremden im Asylbewerberheim und der Bevölkerung ist." Als eine der ersten brachte sich die pensionierte Lehrerin aktiv im Arbeitskreis Asyl ein, bot ihre Unterstützung beim Deutschunterricht an, besorgte auf eigene Kosten Schreibmaterial, half beim Ausfüllen von Formularen. Von ihren Schützlingen werde sie liebevoll "Mama Anne" genannt. Der Europa-Preis sei ein dankbares Zeichen für Flögels Bemühen um Menschlichkeit.

Mit einem persönlichen Buchgeschenk bedankte sich Kreisrätin Hannelore Bienlein-Holl bei Oliver Zrenner. Geprägt von einem christlichen Weltbild und aus einem tiefen Glauben heraus gründete er den Wiesauer Arbeitskreis Asyl. "Entschlossen nahm er sich der geflüchteten Menschen an, suchte nach menschenwürdigen Unterbringungsmöglichkeiten." Der Wiesauer werde von einem - so die Rednerin wörtlich - stattlichen Helferkreis unterstützt. Zrenner packte ohne zu fragen an. Die Kreisrätin bezeichnete den Geehrten nicht nur als einen außergewöhnlichen Menschen, sondern auch als einen bemerkenswerten Europäer.

Musikalisch eindrucksvoll unterstützt wurde die Veranstaltung vom Akkordeonsolisten Manuel Schmidt, sowie Maximilian Götz mit seinem Saxophon. Der Kreismusikschüler wurde von Václav Eichler am Piano begleitet. Die Bewirtung der Festgäste lag in den Händen der Wiesauer Berufsfachschüler für Hotel- und Tourismusmanagement.
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