Freisprechungsfeier am Beruflichen Schulzentrum Wiesau
Kompetent und top ausgebildet

Nach der Freisprechungsfeier gruppierten sich die mit Preisen bedachten Gesellen mit den zahlreichen Gästen zum Erinnerungsbild. Bild: wro
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Wiesau
18.07.2016
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"Zieh deinen Weg, folg deinen eigenen Regeln, vertritt deinen Punkt!" Mit diesem Zitat von Herbert Grönemeyer wandte sich Fachlehrer Thomas Diertl an die Rollladenbauer. Seine Hoffnung: Nächster Schritt ist die Meisterprüfung.

Seit Jahrzehnten bietet das Staatliche Berufsschulzentrum Wiesau eine fundierte überbetriebliche Ausbildung zum Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker. 33 Schüler erhielten am Freitag ihre Zeugnisse. Mit der Freisprechungsfeier und dem Gesellenbrief in der Hand haben sie eine wichtige Etappe gemeistert. Anlässlich der Ereignisse in Frankreich sei es schwierig, eine Feier zu halten, sagte Oberstudienrat Uwe Heider bei der Begrüßung in der voll besetzten Berufsschulaula.

Das Wort Vernetzung sei heutzutage in aller Munde. Mit einem Netzwerk verglich Heider auch das Berufsschulzentrum. "Alle Jahre trifft man sich in Wiesau, dem Knotenpunkt eines Netzwerkes." Musikalisch und gesanglich wurde der Festakt eindrucksvoll von Luisa Zeitler gestaltet; am Klavier begleitete sie Jakob Schröder.

Oberstudiendirektor Dr. Wolfgang Eckstein würdigte die Leistungen der Entlassschüler. "Sie haben einen tollen und zukunftsweisenden Beruf ergriffen." Das Berufsbild des Rollladen- und Sonnenschutzmechatronikers biete Perspektiven und Möglichkeiten, die man heute noch gar nicht erahnen könne, sagte Eckstein. Frei sein von der Berufsschulpflicht sei nur der eine, die Möglichkeit sich weiterzubilden der andere Aspekt. Ausdrücklich lobte Dr. Eckstein die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Tirschenreuth als Sachaufwandsträger.

Gerne Gast in Wiesau


Es war wohl seine letzte offizielle Ansprache als Vizepräsident des Bundesverbandes Rollladen und Sonnenschutz. Gerne war Reinhard Felser in dieser Funktion noch einmal nach Wiesau gekommen, um auch die Grüße des Bundesverbandes zu überbringen. Man fühle sich der Oberpfälzer Schule besonders verpflichtet. In seiner Laudatio beschäftige er sich mit dem Thema Arbeit. "Das hört sich einfach an, ist es aber nicht." Felser benutzte Wortspiele, ergänzte diese mit "lebendigen" Beispielen: Freizeit könne man nur genießen, wenn sie auch mal zu Ende gehe, man wieder in die Arbeit gehen dürfe. "Eure Handwerksarbeit", hob Felser hervor, "hat einen ganz besonderen Stellenwert." Mit Stolz und Respekt wandte sich stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler an die Entlassschüler, anschließend aber auch an die anwesenden Firmenvertreter: "Eure Gesellen können was. Setzen Sie sie entsprechend ein!" Wie seine Vorredner lobte Scheidler das Netzwerk Wiesau. Zum Erlernen eines Berufes biete das Berufsschulzentrum die besten Voraussetzungen. Bürgermeister Toni Dutz, der auch Vorsitzender des Berufsschulbeirates ist, warnte davor, sich auf dem Erreichten auszuruhen.

Scheck über 500 Euro


Als Zeichen seiner Verbundenheit zum Wiesauer Ausbildungszentrum überreichte Firmeninhaber Peter Huber (Jalousien Huber GmbH Wasserburg) einen Scheck über 500 Euro. Das Wasserburger Familienunternehmen investierte damit den im April dieses Jahres erhaltenen Ausbildungsförderpreis in die Arbeit im Wiesauer Fachzentrum. Fachlehrer Thomas Diertl gab die Prüfungsergebnisse bekannt: Kenntnisprüfung 2,73 (Vorjahr 2,9), Fertigkeitsprüfung 2,78 (Vorjahr 2,75). "Sie haben das Rüstzeug erhalten, ab heute sind Sie Geselle", sagte der Obermeister der Rollladeninnung Südbayern, Meinhard Berger. Mit einem "Willkommen im Handwerk!" aus dem Mund des Obermeisters schloss der offizielle Teil der Freisprechungsfeier. Die anschließende Bewirtung übernahm die Hotel- und Tourismusfachschule.

Sie haben einen tollen und zukunftsweisenden Beruf ergriffen.Oberstudiendirektor Dr. Wolfgang Eckstein


PreisträgerBei der Freisprechungsfeier der Innungen Rollladen und Sonnenschutz wurden auch besondere Leistungen gewürdigt. Preis des Landkreises: Christoph Philippi (Johann Philippi GmbH) und Florian Weingartner (Weingartner Rollladentechnik GmbH). Preise des Berufsschulbeirates: Anja Kammerer (Kammerer OHG), Tim Corrompt (Stautmeister GmbH), Maximilian Müller (Johann Philippi GmbH) und Tim Thüringer (Stahl GmbH & Co. KG). Gedächtnispreis des Obermeisters Georg Braun: Anja Kammerer (Kammerer OHG). Preis der Innung Nordbayern (beste Gesellenprüfung aus dem Innungsbereich): Philipp Hofmann (Firma Faltenbacher). Preis der Innung Südbayern (beste Gesellenprüfung aus dem Innungsbereich): Anja Kammerer (Kammerer OHG). Preis der Innung Sachsen (beste Gesellenprüfung aus dem Innungsbereich): Christoph Philippi (Johann Philippi GmbH). Förderpreis der Firma Heim und Haus GmbH (beste Anfertigung der Gesellenstückzeichung): Anja Kammerer (Kammerer OHG) und Christoph Philippi (Johann Philippi GmbH). Alukon-Förderpreise: Bestes Ergebnis Zusatzprüfung E-Technik, E-Theorie und Praxis: Tim Thüringer (Stahl GmbH & Co. KG); bestes Gesellenstück: Anja Kammerer (Kammerer OHG); bestgeführtes Berichtsheft: Lisa Janle (Heim und Haus GmbH). Preis des Bundesverbandes R+S für das beste Fachgespräch: Rene Schlecht (Firma Warema Renkhof). Beste Gesellenstücke (Berechtigung zur Teilnahme am Leistungswettbewerb der Deutschen Handwerksjugend): Note 1: Anja Kammerer und Florian Dumler; Note 2: Lisa Janle, Felix Lehmüller, Christoph Philippi, Hendrik Ohlendorf, Maximilian Müller, Tim Corrumpt, Tim Freitagsmüller sowie Philipp Hofmann, Benedikt Kell, Sebastian Meyer und Florian Weingartner. (wro)
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