"Girlsday" bei Wiesauplast
„Irgendwas mit Technik“

Zusammen mit Christof Kreuzer erkunden die "Girls" die Werkhallen von Wiesauplast. Alle fünf sind fest entschlossen einen Männerberuf zu ergreifen. Bild: wro
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Wiesau
02.05.2016
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Mädchen seien für technische Berufe völlig ungeeignet. Sagte man früher. Starr war auch das Rollenbild von Mann und Frau. Längst schon hat sich dieses Vorurteil aber gewandelt.

Technik und Handwerk sind keine reinen Männerdomänen mehr. Gelegenheit zum "reinschnuppern" bot der Girlsday. Auch in diesem Jahr öffnete das Wiesauer Unternehmen einen Tag lang die Werkstore, um interessierten Mädchen zeigen zu können, wie bei Wiesauplast gearbeitet wird und welche Ausbildungsplätze das Unternehmen anzubieten hat.

"Nutzt den Tag"


Sechs Mädchen, darunter die beiden Hannahs, Eva, Lena, Susanne und Laura stehen ein wenig aufgeregt vor dem Werkstor. Sie wurden für den Girlsday 2016 bei Wiesauplast ausgewählt. Begleitet werden sie von Gerlinde Englmann, der Leistungsbeauftragten am Tirschenreuther Landratsamt. Im Foyer werden sie von Geschäftsführer Hans Ammer, Personalleiterin Miriam Hager und Landrat Wolfgang Lippert in Empfang genommen. "Nutzt den Tag und stellt Fragen", empfiehlt der Landrat.

Durch die Werkhallen


Susanne möchte weder Krankenschwester noch Kindergärtnerin werden. "Irgendwas mit Technik halt", sagt sie: "Das liegt mir eher." Die anderen fünf nicken zustimmend. Wie Susanne interessieren auch sie sich für einen handwerklichen Beruf. Sie besuchen die Realschule Waldsassen, das Stiftlandgymnasium, eine von ihnen die Mittelschule in Tirschenreuth. Zusammen mit den beiden Ausbildern Michael Neumann und Christof Kreuzer erkunden sie die Werkhallen. Die Mädchen unterhalten sich mit Mitarbeitern, schauen sich um und stellen Fragen. Das Interesse ist groß, selbstverständlich auch bei den Ausbildern. "Seit geraumer Zeit bildet Wiesauplast auch Mädchen in sogenannten "Männerberufen" aus", erzählt Michael Neumann. Die Erfahrung habe gezeigt, dass Vorurteile längst der Vergangenheit angehören, informiert der Ausbilder von Wiesauplast weiter und betont: "Ganz im Gegenteil sogar!" Gefragt seien Werkzeug- oder Verfahrensmechaniker, technische Produktdesigner, selbstverständlich auch Industriekaufleute. "Die Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik ist neu hinzugekommen", ergänzt Personalleiterin Miriam Hager. Auch angehende Lager-Logistiker fänden hier einen Ausbildungsplatz, bestätigt Hager weiter. Das Angebot sei vielfältig, da spiele es auch keine Rolle ob der Bewerber weiblich oder männlich ist. Im Planungsbüro wartet bereits eine Kollegin auf die angehenden Technikerinnen. Vor rund zwei Jahren hatte auch sie sich für einen reinen Männerberuf entschieden und fühlt sich darin sehr wohl.
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