Integration am Fußballplatz

Die Jubilare des SV Schönhaid zusammen mit erstem Vorsitzenden Herbert Schaumberger (stehend rechts) und Bürgermeister Toni Dutz (stehend links). Bild: wro
Vermischtes
Wiesau
02.03.2016
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Der SV Schönhaid gehört mit seinen 267 Mitgliedern zu den Eckpfeilern in der Gemeinde. Da schmerzten die Rassismusvorwürfe im vergangenen Jahr sehr.

Schönhaid. Die sportlichen Erfolge können sich sehen lassen. Auch bringt sich der SV Schönhaid ins gesellschaftliche Leben der Gemeinde ein. In der gut besuchten Jahreshauptversammlung berichtete Vorsitzender Herbert Schaumberger deshalb von einem harmonischen Vereinsleben.

Nur eines tat weh: der Vorwurf, im Spiel des SV Schönhaid gegen den FC Tirschenreuth am 12. Oktober 2014 seien seitens der Schönhaider rassistische Äußerungen gefallen. Das habe dem Ansehen des SV Schönhaid sehr geschadet. Der Schönhaider Sportverein wurde letztlich zu einer Geldbuße von 1500 Euro verurteilt. Die Strafe sei inzwischen bezahlt, informierte Herbert Schaumberger im Gespräch mit unserer Zeitung. Er ergänzte: "Darüber hinaus wurden Sperren für die betroffenen Spieler ausgesprochen. Eine Berufung wurde aus formellen Gründen abgelehnt." Auch ein Gnadengesuch sei abgeschmettert worden. Zum wiederholten Mal wies Schaumberger in der Jahreshauptversammlung darauf hin, dass die Vorwürfe unberechtigt gewesen seien. Mit der Integration von jungen Flüchtlingen und Asylbewerbern, die sich bereits rege am Sportbetrieb beteiligen, beweise man ja das gute Miteinander. Schaumberger äußerte die Hoffnung, dass dies in der Öffentlichkeit entsprechend gewertet werde. Der Vorsitzende betonte, er stehe zu seinen Spielern, und bedankte sich bei allen, die mit ihm durch "dick und dünn" gegangen seien. Auch lobte er die gute Arbeit seiner Vorstandskollegen.

Mini-EM der Junioren


Im Ausblick verwies der SV-Vorsitzende auf zahlreiche Termine, beispielsweise den Erhard-Zaha-Gedächtniscup im Juni und die Mini-EM der Junioren im Juli dieses Jahres. Im August finde am SV-Sportgelände ein Trainingslager mit der Real-Madrid-Fußballschule statt. Spielleiter Peter Fröhlich musste zwar einige Abgänge beklagen, zeigte sich jedoch mit den Leistungen seiner Schützlinge sehr zufrieden. Die Spielgemeinschaft der zweiten Mannschaft mit der SG Fuchsmühl trage Früchte, auch wenn es sich hier um eine "Nacht- und Nebelaktion" gehandelt habe, kommentiere der Spielleiter die Zusammenarbeit mit den Fußballern der Nachbargemeinde. Mit Carsten Rohrsetzer fand der Spielleiter eine wertvolle Unterstützung. Leider fehlten dem Verein derzeit wichtige Einnahmequellen, da aufgrund der Belegung der Dreifachturnhalle als Notunterkunft für Flüchtlinge keine Hallenturniere ausgetragen werden können, bedauerte Fröhlich.

Für Heiterkeit sorgte Reiner Schmids Bericht über die Alten Herren mit der Anmerkung: "Sie leben noch!" Schmid lobte das gesellige Miteinander und empfahl nach der aktiven Laufbahn einen nahtlosen Wechsel zu den Alten Herren. An der Bereitschaft zur Teilnahme an Vereinsveranstaltungen müsse jedoch noch gearbeitet werden, schloss Schmid.

Machtwort


Knapp und kurz, dafür von vielen Aktivitäten berichtete Spartenleiterin Martina Oppl. Ihre Gymnastikgruppe beteiligte sich auch am Ferienprogramm. Oppl gestand: "Das hat viel Spaß gemacht." Trainer Karl Rößler sprach ein Machtwort in Sachen Rassismusvorwürfe und betonte: "Irgendwann muss mal Schluss damit sein!" Von zahlreichen Aktivitäten der Gruppe Fitness berichtete Armin Weis. In dieser Gruppe seien alle willkommen, die sich aktiv einbringen wollen, sei es nun mit Radfahren, Skilanglauf oder Ähnlichem. Eine eigene Sparte gebe es zwar noch nicht offiziell; aber was nicht ist, könne ja noch werden.

Nadel und UrkundeDer SV Schönhaid nutzte die Jahreshauptversammlung auch, um verdiente Mitglieder auszuzeichnen. Eine Vereinsnadel und je eine Urkunde für 15 Jahre Vereinszugehörigkeit erhielten Erich Göhl, Eva Höcht, Reinhard Klarner und Otto Penzkofer. 25 Jahre sind Elisabeth Herrmann, Michael Meißner, Martina Oppl, Benedikt Scholz, Markus Thoma und Oliver Wedlich Mitglied im SV. 40 Jahre Treue: Helmut Effenberger, Erich Köllner und Petra Trottmann. (wro)
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