Integration am Fußballplatz

Eine kleine Spielerabordnung und Vertreter des SV Schönhaid bedankten sich bei der Aktion "Lichtblicke" für 15 Paar neue Fußballschuhe und Schienbeinschoner. Mit im Bild von rechts Bürgermeister Toni Dutz, "Lichtblicke"-Schirmherrin Edith Lippert, Carsten Rohrsetzer, Vorsitzender Herbert Schaumberger (Vierter von links) und Peter Fröhlich (Zweiter von links). Bild: wro
Vermischtes
Wiesau
09.05.2016
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Für Lichtblicke im wahrsten Sinne des Wortes sorgte die gleichnamige Spendenaktion beim Schönhaider Sportverein. Diesmal aber waren es nicht Schirmherrin Edith Lippert und die Aktion "Lichtblicke", die zu den Beschenkten gehörten, sondern der SV Schönhaid und seine Fußballer.

Schönhaid. "Seit wenigen Wochen haben wir 15 fußballbegeisterte junge Männer aus Syrien, Pakistan und Eritrea in unseren Reihen", freut sich Vorsitzender Herbert Schaumberger im Gespräch mit unserer Zeitung. "Die seit einiger Zeit hier lebenden jungen Burschen aus den von Krisen geschüttelten Gebieten haben sich vor rund vier Wochen bei uns umgesehen und sind gleich da geblieben." Spontan, vor allem aber herzlich wurden sie von den Schönhaidern aufgenommen. Inzwischen zählen die Kicker zum künftigen Aufgebot; die Pässe fehlen leider noch. Gerne nehmen die jungen Männer am wöchentlichen Trainingsbetrieb teil. "In dieser Saison können wir sie freilich nicht mehr einsetzen. Wahrscheinlich aber beim Saisonstart im Sommer", zeigt sich der Vereinschef zuversichtlich. "Damit unsere Neuen am Trainingsbetrieb teilnehmen können, holen wir sie regelmäßig mit etwa acht Autos ab und fahren sie auch anschließend wieder nach Hause." Die Jungs hätten sich rasch eingelebt, so Schaumberger, der betont: "Integration ist für uns Schönhaider Ehrensache." Geld für die Ausrüstung ist leider auch beim SV Schönhaid knapp. Auf der Suche nach Unterstützung wurde der Vorsitzende bei "Lichtblicke"-Schirmherrin Edith Lippert fündig. Spontan stellte sie den benötigten Betrag für 15 Paar Fußballschuhe und ebenso viele Schienbeinschoner (780 Euro) zur Verfügung. Das sei nicht nur eine große Geste, sagt Schaumberger. Er dankt Edith Lippert herzlich. "Es ist ein hilfreicher Meilenstein für unsere Integrationsbemühungen." Edith Lippert kam persönlich nach Schönhaid, um Schuhe und Schienbeinschoner zu übergeben.
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