Jahresversammlung des Imkervereins Wiesau-Schönhaid
Endloser Kampf gegen Milben

Der Imkerverein würdigte die Verdienste und die lange Treue von Schriftführer Günther Leimgruber (Zweiter von links) und ernannte ihn zum Ehrenmitglied. 15 Jahre beim Imkerverein ist Ralf Lindner: Stellvertretend nahm seine Mutter Birgit Lindner (Dritte von rechts) die Ehrung in Empfang. Der Vorsitzende des Kreisimkerverbandes, Johann Schön (links), Vorsitzender Hubert Greil (Dritter von links), 2. Vorsitzender Florian Beer (Zweiter von rechts) und Bürgermeister Toni Dutz (rechts) gratulierten. Bild: wro
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Wiesau
24.03.2016
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Wer mit Honigbienen arbeitet kennt die komplexen Zusammenhänge des Oberpfälzer Wetters, betreibt Naturschutz auf besondere Weise. Sorge bereiteten den Imkern der trockene Frühling und auch die heißen Sommermonate.

/Schönhaid. "Ab Juli war Schluss", bedauerte Hubert Greil im Jahresrückblick bei derHauptversammlung des Imkervereins Wiesau-Schönhaid im Schönhaider Schützenhaus. Die etwas ungewöhnliche Jahresrückschau des Imkervorsitzenden Hubert Greil ähnelte einer kompakten Wetterchronologie des vergangenen Jahres. Sein Bericht war geprägt von der Fürsorge anvertrauter Bienenvölker und dem schier endlosen Kampf gegen Schädlinge.

Mit Erträgen zufrieden


"Wir hatten ein gutes Jahr. Mit den Erträgen können wir zufrieden sein", bestätigten Vorsitzender Greil und dessen Stellvertreter Florian Beer. "Die Völker hatten den Winter gut überstanden. Voller Zuversicht erwartete man den ersten Ausflug. Der Kampf gegen die Milben bleibe eine ständige Herausforderung, betonte der Vorsitzende. "Wir brauchen starke Bienenvölker", hob Greil hervor. Das gehe nur wenn die Milben massiv bekämpft werden.

Leider laufen die staatlichen Zuschüsse für die Mittel aus. Die Tatsache darüber sorgte bei den Imkern nicht gerade für Begeisterung. Greil wies darauf hin, dass man eine freiwillige Lösung seitens der Landratsämter anstrebe. Nur mit noch größerer Sorgfalt könne man die Bestände aufrecht erhalten, ungeachtet der Sparmaßnahmen seitens der EU. Für Ruhe im Bienenhaus sorgen sicher auch hausgemachte Mittel. Greil warnte aber strickt davor, selbst gemachte Arzneien auf eigene Faust einzusetzen!

Gegen Hausmittel


Die Hausmittel "Marke Eigenbau" seien nicht nur verboten, sondern auch gesundheitsschädlich warnte auch 2. Vorsitzender Florian Beer und betonte: "Erlaubte Behandlungsmittel gibt auf dem freien Markt." Die Strafen für Zuwiderhandlungen seien hoch, stehen in keinem Verhältnis zu den Kosten legaler Mittel. Eine Resistenz der Bienen gegen die Varroamilbe werde es so bald nicht geben, bedauerte Beer und ergänzte: "Ob wir jemals davon loskommen bleibt fraglich." Ein zu frühes Handeln sei aber immer noch besser als zu spätes.

Fördermitglied


Aktiv beteiligte sich der Imkerverein wieder am Weihnachtsmarkt, der Zuspruch war groß. "Bei uns gab's schließlich auch den besten Met, der geht am Weihnachtsmarkt immer", wusste Greil. Für diese Jahr werde man einen "Tag des offenen Bienenhauses" anbieten. Der genaue Ort und der Termin werden wir noch bekanntgeben." "Wenn die Bienen sterben, sterben auch die Menschen", stellte Bürgermeister Toni Dutz in seinem Grußwort heraus. Imkerei sei kein Hobby, eher eine Leidenschaft, die aber auch "Leiden schafft." Neu beim Imkerverein Wiesau-Schönhaid ist die Möglichkeit, als Fördermitglied dabei zu sein. Der Jahresbeitrag beträgt 10 Euro, dafür gibt es an Weihnachten ein Glas Honig, versprach der stellvertretende Vorsitzende und ergänzte: "Nennen wir das einfach Bestäubungsprämie!"

Ehrungen


Als langjähriges Mitglied, sowie für seine Verdienst als Schriftführer wurde Günther Leimgruber zum Ehrenmitglied ernannt. Die Ehrung für Ralf Lindner (15 Jahre beim Imkerverein Wiesau-Schönhaid) nahm seine Mutter Birgit Lindner in Empfang.
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