KAB-Jahresversammlung
"Wir brauchen jedes Mitglied"

Spenden über je 200 Euro erhielten die Pfarrei Wiesau und die Wohngruppe "Sankt Christophorus". Die symbolischen Schecks nahmen stellvertretend Pfarrer Max Früchtl (Zweiter von rechts) und für die Heimbewohner Nadia Held (Vierte von links) entgegen. Übergeben wurden die Spenden im Beisein von zweitem Bürgermeister Fritz Holm (rechts) und Diözesansekretär Markus Nickl (links) vom Leitungsduo Elisabeth Höcht (Dritte von rechts) und Martin Köhler (Vierter von rechts). Bild: wro
Vermischtes
Wiesau
23.10.2016
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Der Kreis der Besucher der KAB-Jahresversammlung war klein. Diözesansekretär Markus Nickl meinte schmunzelnd: "Nicht die Anzahl der Teilnehmer ist entscheidend, sondern die Qualität." Über eine Auszeichnung für langjährige Treue freute sich Karl Ernstberger.

Anders als viele andere Vereine hat die KAB Wiesau keine "Vorsitzenden". Als sogenanntes Leitungsteam führen Elisabeth Höcht und Martin Köhler die Ortsgruppe. Sozialobmann ist Werner Härtl. Als Kassier unterstützt Wolfgang Zeitler die KAB-Spitze vor Ort. Anerkennend äußerste sich Diözesansekretär Markus Nickl über die Arbeit der KAB vor Ort. Man brauche engagierte Mitarbeiter, "die die Menschen auf Peilung bringen". Wie wertvoll die Arbeit der Sozialverbände, insbesondere auch die der KAB sei, erlebe man tagtäglich. "Die Tendenz, dass Menschen ihr soziales Leben nicht mehr in den Griff bekommen, ist leider steigend." Nickl erinnerte abschließend an die im Juli kommenden Jahres stattfindenden Sozialwahlen. Die KAB bringe sich hier als Vertreter der Christen ein, lege auch mal die Finger in Wunden. Gewissen Problemen wolle man sich stellen und fragen: "Was treibt ihr da?" Sicher dürfe man angesichts der schwindenden Mitgliederzahlen im Wiesauer Ortsverband enttäuscht sein. Nickl empfahl, der KAB treu zu bleiben: "Wir brauchen jedes Mitglied, ob aktiv oder nur zahlend." Leider stehe man im Schatten der großen Sozialverbände, bedauerte Werner Härtl, der sich in seinem ausführlichen Abendvortrag auch sozialen Problemen und Fragen der Rente und deren Besteuerung stellte. Man berate jeden, versicherte Diözesansekretär Nickl und fügte hinzu: "Tätig können wir halt nur für unsere Mitglieder werden."

Weniger Aktivitäten


Rückblickend auf das vergangene Jahr bedauerten Elisabeth Höcht und Martin Köhler ein Nachlassen der Vereinstätigkeit. Auch klagten sie über Mitgliederschwund. Den aktuellen Mitgliederstand bezifferte Höcht mit 56. "Vor allem junge Leute brechen weg, fehlen auch bei der KAB", sagte zweiter Bürgermeister Fritz Holm. Die Stärke der KAB aber sei es, neue gesellschaftliche Herausforderungen anzunehmen und mitzumischen. Holm weiter: "Die KAB widmet sich den aktuellen Erfordernissen, ist und bleibt ein Bestandteil des Wiesauer Vereinslebens." Voller Hochachtung bat Elisabeth Höcht Karl Ernstberger nach vorne zu kommen. "Er war immer da, war der Erste, der kam, und stets einer der Letzten, die nach Hause gingen." Seit 60 Jahren ist der 99-Jährige Mitglied beim KAB-Ortsverein Wiesau. Für seine langjährige Treue erhielt der Jubilar eine Urkunde und einen Geschenkkorb. "Die Nadel stecke ich mir zu Hause an", bat der rüstige Wiesauer, das Ehrenabzeichen doch im Etui zu lassen. Alle zwei Jahre öffnet die Wiesauer KAB ihren Spendentopf. Je 200 Euro erhielten diesmal die Pfarrei Sankt Michael und die Wohngruppe "Sankt Christophorus". "Es ist gut, dass es Einrichtungen und Menschen gibt, die sich um junge Leute kümmern, die alleine sind", sagte Elisabeth Höcht bei der Spendenübergabe.
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