Kompetent und herzlich

Die Zahl der Gratulanten war groß. Inge Dick und Stefan Müllbauer mussten viele Hände schütteln. Im Bild von links Elternbeiratsvorsitzender Bernd Zwerenz (Wiesau), Elternbeiratsvorsitzender Gerlinde Jähring (Falkenberg), Wiesaus Bürgermeister Toni Dutz, Personalratsvorsitzender Wilhelm Triesl, Schulamtsdirektor Wolfgang Krauß, Bürgermeister Gottfried Härtl (Friedenfels), Rektorin Inge Dick, Fuchsmühls Bürgermeister Wolfgang Braun, Konrektor Stefan Müllbauer, Falkenbergs Bürgermeister Herbert Bauer, Adalbe
Vermischtes
Wiesau
25.10.2016
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Auf ihren Instrumenten waren die Buben und Mädchen einsame Spitze. Konrektor Stefan Müllbauer und Rektorin Inge Dick kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Bild: wro

Sie ist Lehrerin mit Leib und Seele. Bereits seit September leitet Inge Dick als Nachfolgerin von Adalbert Busl die Wiesauer Grundschule. Nun folgte die offizielle Amtseinführung.

Dass Inge Dick Kinder mag, dass ihr das übertragene Amt sehr viel Spaß macht, ist nicht zu übersehen. Gute Laune ist bei Inge Dick Selbstverständlichkeit. Das bestätigen auch die Buben und Mädchen, die draußen am Flur ein wenig aufgeregt auf den großen Auftritt warten. "Die Frau Dick ist sehr nett. Mit ihr kann man auch mal Spaß machen. Wir mögen sie sehr."

Geduldig warten sie im Gang, mit je einer Rose und einem persönlichen Gruß in der Hand. Damit möchten sie die neue (und beliebte) Rektorin an ihrer Grundschule herzlich willkommen heißen. Gemeinsam mit ihren Lehrern hat jede Klasse eine andere Überraschung einstudiert. Ein Gedicht wird aufgesagt, "Heit' is' so a scheener Tog" gesungen. Die Kinder musizieren, anschließend wird geknuddelt. Das ist Inge Dicks Art, egal ob Pfarrer, Bürgermeister oder Reinigungskraft, kaum einer kann sich ihrer Herzlichkeit entziehen. "Dich muss ich auch noch drücken", ruft sie voller Wärme.

Umarmungen


Am Tag ihrer Amtseinführung lacht die neue Grundschulrektorin von ganzem Herzen. Es sind die kleinen Gesten, die liebevollen Umarmungen, vor allem aber die strahlenden Kinder- und Erwachsenengesichter, die diesen Amtseinführungstag zu etwas ganz Besonderem machen und die Festredner, ja sogar die Hauptperson Nummer 2 - den neuen Grundschulkonrektor Stefan Müllbauer - fast ein wenig in den Hintergrund drängen.

Nur gut, dass Stefan Müllbauer gleich zu Beginn die Begrüßung übernehmen darf. Als Konrektor unterstützt der in Mantel bei Weiden beheimatete Pädagoge nicht nur das Lehrerkollegium, sondern auch die Arbeit der Rektorin. Den Landkreis Tirschenreuth bezeichnet er als den "schönsten Landkreis" der Oberpfalz. Wie Dick ist Müllbauer gleich für drei Grundschulen zuständig. Neben Wiesau gehören Falkenberg und Friedenfels zu den Aufgabengebieten der beiden Schulleiter. Seine ersten Lehrersporen verdiente sich Müllbauer als Lehramtsanwärter in Tirschenreuth. Müllbauer selber nennt sich einen zurückkehrenden Landkreis-Tirschenreuth-Fan. "Ich gehe davon aus, dass wir ein gutes Team werden", verspricht der künftige Konrektor bei seiner Amtseinführung. "Wie jeder Maler mit den Farben seiner Palette anders umgeht, mischt und aufträgt. Wie eine Orgel mit unterschiedlichstem Einsatz von Manualen, Pedalen und Registern anders zum Klingen gebracht wird, so ticken auch die Menschen in gleichen Ämtern unterschiedlich. Und das ist gut so." Schulamtsdirektor Wolfgang Krauß - bekannt für seine wohlformulierten Reden - vergleicht die Arbeit eines Pädagogen mit der eines Künstlers. "Wo es aber um die Kinder geht, bringt jede zusätzliche Funktion auch neue und größere Verantwortung."

Beste Wünsche


In seiner Eigenschaft als Personalratsvorsitzender begrüßt Wilhelm Triesl Dick und Müllbauer an der Wiesauer Grundschule. Die Grüße der Marktgemeinde überbringt Bürgermeister Toni Dutz, die Glück- und Segenswünsche der katholischen Pfarrgemeinde Pfarrer Max Früchtl. Im Namen der Elternbeiräte stehen Elternbeiratsvorsitzender Bernd Zwerenz (Grundschule Wiesau) und Gerlinde Jähring (Grundschule Falkenberg) mit Willkommensgeschenken am Rednerpult. "Wir haben die Daumen gedrückt, dass Inge die neue Leiterin wird", so Zwerenz. Keine langweilige Rektorenansprache will Inge Dick halten. Das habe sie ihrem Sohn versprechen müssen. Sie sagt: "Den Spruch ,Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir' möchte ich mit Bedeutung füllen." Dick weiter: "Kinder müssen lernen. Aber sie müssen auch lernen wollen. Bei all dem können wir versuchen mitzuhelfen."
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