Konzept PizBuza:
Aus Wiesau kommt die Alternative zu Fast Food

Lehrer Fabian Kammerl freut sich mit seinen Bundessiegerinnen Alexandra Oppitz, Marie-Teres Lehnhardt und Vivien Josefus (von links).
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Wiesau
16.03.2016
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Wiesau/Leipzig. Die Jury des Bundeswettbewerbs "Jugend gründet" zeichnete in Leipzig die Berufsfachschule für Hotel- und Tourismusmanagement (BSZ) aus Wiesau mit dem 1. Platz auf Bundesebene aus. Die Schülerinnen Alexandra Oppitz (Pfreimd), Marie-Teres Lehnhardt (Bad Steben) und Vivien Josefus (Roth) stellten ein revolutionäres Konzept für Schnellrestaurants vor: Die Kunden können sich ihr Lieblingsessen selbst aus 1000 Möglichkeiten zusammenstellen, inklusive vegetarischer, veganer und allergikerfreundlicher Speisen. Detailliert hatten die Schülerinnen die Geschäftsidee im Businessplan ausgearbeitet. Frisch, schlagfertig und fundiert setzte sich das Wiesauer Team an die Spitze unter 635 Schulen. Die Präsentation der kreativen Alternative zu McDonalds, Burger King & Co beeindruckte Jury und Zuschauer.

Oppitz, Josefus und Lehnhardt befinden sich im dritten Jahr ihrer Ausbildung zu staatlich geprüften Assistentinnen für Hotel- und Tourismusmanagement. Sieben Schüler- und Auszubildenden-Teams präsentierten im Festsaal des Neuen Rathauses in Leipzig ihre innovativen Geschäftsideen. Die 25 Schüler und Auszubildenden wurden eingeladen, weil ihre Businesspläne zu den bundesweit besten von 635 eingereichten Businessplänen gehören.

Das Team "PizBuza" aus Wiesau musste sich der Konkurrenz von sechs engagierten Gymnasien aus verschiedenen Bundesländern stellen. "PizBuza" versteht sich als Schnellimbiss, der sich mit seinem Sortiment auch an Allergiker, Vegetarier, Veganer und Personen, die Wert auf ökologische Produkte legen, wendet. In Leipzig freuten sich mit den Schülerinnen ihr Lehrer Fabian Kammerl, Schulleiter Dr. Wolfgang Eckstein und Fachbetreuer André Putzlocher über den Sieg von "PizBuza". "Das ist wieder ein Beweis, welche hervorragende Qualität die Ausbildung am Beruflichen Schulzentrum hat. Das hohe Niveau an der Schule für Hotel- und Tourismusmanagement ist beeindruckend", kommentiert Dr. Eckstein den ersten Platz.

"Wir brauchen junge Menschen, die mit frischen Ideen, aus eigener Betroffenheit Dinge entwickeln, bewegen und verändern", erklärte Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung. Die drei Start-up-Unternehmer Stefan Wisbauer von Lecturio GmbH, Frank Stummer von Digital Forensics GmbH und Günther Bigl von Formicum 3D-Service GmbH berichteten über ihre Erfahrungen als Gründer. "Jede Innovation ist zuvor unmöglich gewesen", machte Stummer Mut, "irrational optimistisch" zu denken. "Gründen erfordert eine hohe Motivation, eine marktfähige und begeisternde Idee. Durchhaltevermögen und auch etwas Glück."

Doppel-Qualifikation


Schulleiter Eckstein zeigte sich auch erfreut, dass die Bezirksregierung drei Kompetenzbereiche am Beruflichen Schulzentrum in Wiesau stärkte: Den Metallbereich, die Informatik und das Hotel- und Gastgewerbe. Viele weitere Informationen finden sich unter www.bfs-hot.de. In drei Jahren erhalten pro Jahrgang bis zu 54 leistungsstarke und motivierte junge Damen und Herren ab dem mittleren Schulabschluss eine Doppel-Qualifikation, nämlich zusätzlich zur beruflichen Erstausbildung zum staatlich geprüften Assistenten für Hotelmanagement und Tourismusmanagement die Studierfähigkeit in Form der allgemeinen Fachhochschulreife. Der Besuch dieser staatlichen Berufsfachschule ist schulgeldfrei und BAFöG-fähig. Neben Englisch, Spanisch, Tschechisch und Standardsoftware liegt der Schwerpunkt der Ausbildung auf kaufmännischen Fächern (Rechnungswesen, Marketing u. a.) sowie branchenspezifischen Kenntnissen (Restaurantservice, Empfang, Etage, Projektmanagement, Reiseabwicklung u. a.). Während der dreijährigen Ausbildung sind mindestens 20 Wochen Betriebspraktika im Ausland zu absolvieren. Abiturienten wird ein Duales Studium zum Bachelor of Arts in Tourismuswirtschaft in Kooperation mit der Diploma-Hochschule am Studienzentrum Wiesau angeboten.
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