Kooperation Berufsschule Wiesau mit Uni Pilsen
Mit Leben erfüllen

Vermischtes
Wiesau
05.11.2016
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Gemeinsam lernen, gemeinsam forschen! Unter diesem Motto haben sich jetzt 25 angehende Industriemechaniker aus Wiesau auf eine Exkursion an die Universität Pilsen begeben. Und sicherlich nicht zum letzten Mal.

Die Auszubildenden aus dem Fachbereich Metall besichtigten die Fakultät für Maschinenbau und sammelten umfassende Eindrücke aus der Welt der Wissenschaft. Grundlage für die Exkursion bildete eine Partnerschaftsvereinbarung, die beide Institutionen im Juli unterschrieben haben. Entsprechend den Zielsetzungen der Europaregion Donau-Moldau sollen damit die grenzüberschreitenden Verflechtungen zwischen Wiesau und Pilsen vertieft und die an beiden Standorten vorhandenen Ausbildungsmöglichkeiten optimal für die berufliche Qualifizierung junger Menschen genutzt werden.

So sind gemeinsame Exkursionen, Firmenbesuche und Seminare, aber auch Forschungsarbeiten wie z.B. Windkanalversuche für ein in Wiesau gebautes Rennwagenmodell vorgesehen. Die Fahrt nach Pilsen markierte einen ersten Schritt auf diesem Weg. Begleitet wurde die Gruppe von den Lehrkräften Andreas Büttner, Hartmut Seidler und Manfred Sladky sowie von Markus Meinke von der Regionalen Kontaktstelle der Europaregion Donau-Moldau in Regensburg.

In Pilsen hatte Sárka Kuthanová, Mitarbeiterin der Fakultät für Maschinenbau, für die Gäste ein umfangreiches Programm vorbereitet. Den Einstieg bildete ein Besuch im Techmania. Das erst vor wenigen Jahren eröffnete Zentrum arbeitet eng mit der Universität zusammen und bietet auf einer Fläche von mehr als 7500 Quadratmetern eine hochmoderne Ausstellung rund um das Thema Wissenschaft und Technik. So konnten die Schüler im hauseigenen Planetarium die Belastungen beim Start einer Rakete am eigenen Leib erfahren und ihr Wissen in zahlreichen Experimenten aus der Physik und Mechanik testen. Als besonderer Höhepunkt entführte eine dreidimensionale Filmvorführung in die Geschichte des Fliegens und der Raumfahrt.

An der Universität Pilsen unterstrich der Prodekan für internationale Beziehungen, Roman Cermák, die Bedeutung der wechselseitigen Zusammenarbeit. "Wir freuen uns, einen ersten Baustein für unsere Partnerschaft zu legen." Um einen Eindruck von den vielfältigen Aktivitäten der Universität im Bereich Maschinenbau zu erhalten, gewährten Studierende im Anschluss Einblicke in ihre aktuellen Forschungsarbeiten. In drei Seminaren lernten die Wiesauer unter anderem neuartige Konstruktionen für die Medizintechnik, ein Elektromotorrad, eine virtuelle Kneipe und verschiedene Methoden zur Materialerprobung kennen.

Besonderes Interesse erweckte bei den Schülern ein von den Studierenden selbst gebauter Formelrennwagen, der bei internationalen Wettbewerben eingesetzt wird und bei diesjährigen Vergleichsfahrten in Ungarn Bestzeiten erreicht hat. Hier bieten sich direkte Anknüpfungspunkte zum Projekt "F1 in schools", einem länderübergreifenden Wettbewerb für Miniaturrennwagen, an dem das Berufsschulzentrum Wiesau schon seit mehreren Jahren erfolgreich teilnimmt.

Finanziert wurde die Exkursion durch die Europaregion Donau-Moldau, die in der Oberpfalz durch das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat gefördert wird. Exkursionsleiter Andreas Büttner zeigte sich zufrieden: "Die Schüler haben heute viele positive Eindrücke aus Pilsen mitgenommen und konnten erfahren, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten ihrer Ausbildung sind." Man wolle deshalb möglichst zeitnah weitere Aktivitäten umsetzen und die Zusammenarbeit gezielt mit Leben erfüllen. Damit dies gelingt, ist bereits für die kommenden Monate eine nächste Exkursion geplant. Dann sollen Studierende aus Pilsen für einen Tag nach Wiesau kommen und das dortige Berufsschulzentrum näher kennenlernen.
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