Mit Jesus unterwegs

Plötzlich erkennen die Jünger den Fremden. Jesus bricht mit ihnen beim gemeinsamen Essen das Brot. Evangelist Lukas (Martin Köhler, links) sorgte für den roten Faden in der Erzählung. Bild: wro
Vermischtes
Wiesau
29.03.2016
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Drei Becher, ein Krug und Osterbrote bestimmen das schlichte Bühnenbild. Dazu gehören auch ein kleines Tischchen und drei Sitzpolster. Einfach, aber ergreifend war das Kindermusical "Emmaus 2016", ein Spiel für drei Personen.

Die Freunde sind am Boden zerstört - Jesus ist tot. Der gemeinsame Weg war ein schönes Abenteuer, mehr auch nicht. Am besten wird es wohl sein, nach Hause zu den Familien zurückzukehren. Petrus und Andreas richten im Geiste die Fischernetze zurecht, Kleopas und sein Freund machen sich auf den Heimweg nach Emmaus. Heimlich folgt ihnen ein Fremder; er beobachtet sie, spricht sie an. Irgendwie kommt er ihnen merkwürdig vertraut vor.

Es ist das bekannte Lukas-Evangelium, das den Ostermontag üblicherweise prägt. Anders als gewohnt wurde die Überlieferung diesmal aber nicht von Pfarrer Max Früchtl, sondern von Kindern der Pfarrei in der Kirche St. Michael szenisch vorgetragen. Das Kindermusical "Emmaus 2016 - Sag es allen weiter, Jesus lebt" von Michael Schmoll zeigte in wenigen, dafür aber sehr eindrucksvollen Spielszenen, wie es mit dem gekreuzigten Jesus nach seiner wundersamen Auferstehung weiterging. In kurzen Abschnitten berichteten die Darsteller von einer Begegnung Jesu mit Kleopas und dessen namenlosem Freund auf dem Weg in die Nachbargemeinde. Beeindruckend erzählten die Darsteller, was damals in Emmaus geschah, wie Jesus mit ihnen das Brot brach, und auch vom plötzlichen Ende der Begegnung. "Es hat viele Jahre gedauert, bis die Geschichte über Jesus aufgeschrieben war", erläuterte Pfarrer Max Früchtl in seiner kurzen Osterpredigt. "Noch länger dauerte es dann, bis es gelang diese Geschichten auch bildlich darzustellen." Meist werde die Leidensgeschichte in den Blick gerückt, erinnerte der Pfarrer und war stolz, dass es der Pfarrei Wiesau gelungen ist, dieses "besondere Ostererlebnis" zeigen zu können. Die Jünger erlebten auf ihrem Weg nach Emmaus ein ganz außerordentliches Osterfest, sagte der Seelsorger und fuhr fort: "Manchmal gehen wir - wie die Jünger in der Emmausgeschichte - getrennte Wege. Jesus aber ist immer bei uns." Martin Köhler als Evangelist Lukas sorgte für den roten Faden am Ambo, für die musikalische Umrahmung der Chor "Canto Di Gioia" unter der musikalischen Leitung von Oliver Zrenner. Einstudiert hatte das kleine Ostermusical Gabi Schuller. Ganz besonders beeindruckten die glasklaren Sopranstimmen des jungen Geschwisterpaares Maria-Theresia und Sophia Mehler. Am Osterfest teilhaben ließ Pfarrer Max Früchtl auch die Alten und Kranken in der Pfarrei: Er bat junge Gläubige, an sie kleine Aufmerksamkeiten zu verteilen.
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