Nabel der Faschingswelt

Alexander II. und Natascha I. eröffneten den Tanz, weitere Paare ließen sich nicht lange bitten. Bis weit in die Nacht hinein wurde getanzt, gesungen und geschunkelt.
Vermischtes
Wiesau
10.01.2016
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Gespannt wartet das Kinderprinzenpaar der Weiß-Blauen auf seinen Auftritt: links Jonas III., daneben Jessica I., rechts Sketchpartnerin Selina.

Nicht nur den Prinzenpaaren blitzte die Spannung aus den Augen. Im Foyer erwarteten die Beteiligten sehnsüchtig den Startschuss, ebenso im Saal das Publikum: Der Wiesauer Fasching hat einen furiosen Auftakt hingelegt.

"Wann geht's denn los?", fragten draußen vor der Tür die Kleinsten der Faschingsgesellschaft Weiß-Blau. Alle Augen waren auf die Prinzenpaare gerichtet, als sich die Saaltüre endlich öffnete. Den Anfang machte das neue Jugendpaar Jonas III. und Jessica I., gefolgt von den erfahrenen Hoheiten, dem Seniorenpaar Ulrike II. und Otto II. aus den Höhen des Wiesauer Kreuzberges. Sie hatten ihre Amtszeit gerne verlängert, wie sie später in ihrer Antrittsrede wissen ließen.

Und dann wurde es spannend: Mit Alexander II. und Natascha I. näherte sich das neue, junge Prinzenpaar. Selbstbewusst und humorvoll, wie es sich für einen Galaabend gehört, stellte das sympathische Paar seine Hobbys vor. War schon der Einzug eine Augenweide, wurde die Faschingsgesellschaft Weiß-Blau dem Wortsinn "Gala" entsprechend den ganzen Abend über gerecht. Nahezu pausenlos lieferten die Beteiligten Beweise ihres Könnens ab.

Das umfangreiche Programm duldete kaum eine Unterbrechung. Michael Dutz moderierte souverän durch den Abend, begleitet vom Elferrat, der eigentlich nur ein Achterrat war. Naja, es ist schließlich Fasching, da gelten keine festen Regeln. Es brauchte nicht viel, um die Stimmung im Saal zum Kochen zu bringen. Dafür sorgte schon die hauseigene Tanzgarde. Die Mädels verwandelten "ihren" Saal in ein Tollhaus. Bunte Kostüme, professionell einstudierte und schwungvoll vorgetragene Tänze krönten den Auftritt.

Nicht ohne Grund hatte man als Faschingsmotto "Die Welt zu Gast in Wiesau" gewählt. Groß und unübersehbar zierte es die Bühne. Schließlich sind in der Dreifachturnhalle Flüchtlinge aus aller Welt zu Gast, erklärte im Vorfeld der Vorsitzende Helmut Gleissner. Man zeigt sich auch im Fasching solidarisch mit seinen Gästen. Einen leichten Hauch dieses internationalen Flairs zauberten die Mädchen der Mitterteicher Tanzgarde "Gaudiwurm" auf die Bildfläche. Farbenfroh, in den Flaggen der jeweiligen Nationen, tanzten sie rund um den Globus, ausgehend von Europa, über die USA bis hinein in sibirische Weiten.

Leider ist der Fasching heuer viel zu kurz.Irmgard Hegen und Helmut Gleissner von der Faschingsgesellschaft Weiß-Blau

Viele Garden - Gäste von "Rosamunde" Mähring bis nach Oberfranken von der Marktredwitzer "Narhalla Rot Weiß" - lieferten ihre Visitenkarten ab, gaben sich ein buntfröhliches Stelldichein. Welche der Gruppen die beste war? Diese Frage blieb offen. Dankeschön gab's reichlich, auch Geschenke, dazu Orden und viele Küsschen. Jonas I. und Alexander II. hatten an diesem Galaabend nicht nur alle Hände voll zu tun. Es zeigte sich, dass der Jüngste der Prinzen bereits Erfahrung im Umgang mit seinem Hofstaat hatte und seiner neuen Rolle durchaus gerecht wurde. Die Damen standen ihren Begleitern freilich in nichts nach. Was aber passieren kann, wenn der Gesprächspartner zu sehr auf der sprichwörtlichen Leitung steht, bewiesen Jonas und seine Sketchpartnerin Selina. Die Einlage der beiden Fuchsmühler begeisterte.

Bis weit in die Nacht hinein wurde getanzt, gelacht und geschunkelt. Schließlich ist die Faschingszeit knapp, in wenigen Wochen werden schon wieder die Geldbeutel gewaschen und der Bürgermeister fordert die Rathausschlüssel zurück. "Leider ist der Fasching heuer viel zu kurz", bedauerten Irmgard Hegen und Helmut Gleissner. "Der Terminkalender ist eng gestrickt. Aber wir schaffen das."

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