Nachwuchs des Musikvereins begeistert mit Vorspiel im Rathaus - Kein Interesse an Posaune und ...
Beschwingt durch den Nachmittag

Die Jugendblaskapelle des Musikvereins ("Juwies") sorgte mit dem flotten Marsch "Transformers" gleich für einen rhythmischen Auftakt. Bild: wro
Vermischtes
Wiesau
26.04.2016
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Nachwuchsarbeit ist beileibe keine leichte Aufgabe. Händeringend werben viele Vereine um junge Mitglieder, oft erfolglos. Beim Musikverein Wiesau ist es um den Nachwuchs aber gut bestellt. Dazu dürfte das attraktive Freizeit- und Ausbildungsangebot beitragen. Mit schöner Regelmäßigkeit lockt es junge und begeisterte Talente an. Ihr Können stellten die jungen Musiker des Vereins jetzt bei einem Vorspielnachmittag unter Beweis.

Wo sonst Fraktionen über Beschlussvorlagen brüten, agierten eine ganze Stunde lang die Kleinsten und verwandelten den Sitzungsraum des Rathauses in eine Konzerthalle. Noch ein wenig aufgeregt saßen die jungen Künstler anfangs vor ihren Notenheften, Spannung lag in der Luft. Kaum hatte die Kirchturmuhr vier Mal geschlagen, da eröffnete Vorsitzender Johannes Schöner das Programm und übergab rasch an Christa Polata und die jungen Künstler. Unterstützt wurde der Nachwuchs vom jung gebliebenen Alfons Vollath, einem Urgestein der Wiesauer Blasmusik. Das mühselige Proben hatte sich offenbar gelohnt. Der Saal war inzwischen proppenvoll geworden, rasch wurden noch ein paar Stühle herangeschafft. Die angehenden Musiker hatten nur einen Wunsch: Sich selbst und ihren Gästen eine kleine Freude bereiten, teils als Gruppe, aber auch als Solisten. Reihum zogen die "Juwies" (die jungen Wiesauer) schließlich alle Register ihres Könnens. Zum Einsatz kamen dabei die Blockflöte und das Saxofon ebenso wie das Tenorhorn, die Querflöte und die Trompete. Das Repertoire war umfangreich und reichte bis hin zu den Fanfaren aus Verdis "Aida". Kurzweilig führte Christa Polata durch den beschwingten Nachmittag. Mit heiteren Gedichten stellte sie die Instrumente und deren Interpreten vor. Nur die neue Posaune stand unbeachtet im Eck - leider habe sich noch kein Schüler dafür gefunden. "Das wäre doch ein cooles Instrument für euch Jungs!", warb Polata und erinnerte an die Posaunen von Jericho. "Auch unsere Klarinette würde sich sicher über einen jüngeren Spieler freuen", bemerkte sie lachend. Ein spontanes Ja aus den Reihen der Zuhörer blieb zwar aus. Mit etwas Geduld werde aber dieses Problem eines Tages gelöst, tröstete sich die Ausbilderin.

Am Schlagzeug der "Juwies" hatte Vorsitzender Johannes Schöner Platz genommen. Und ganz genau hinschaute, konnte auch Teichnixe Lena Bächer im Ensemble entdecken.
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