Radtour des Tourismusvereins mit jungen Flüchtlingen
Viele Teiche, aber keine Tiger

Endstation der kleinen Stiftland-Rundfahrt war der Bahnhof in Wiesau. Am Vertriebenendenkmal erläuterte Markus Schäffler (links), wie es die Gemeinde bereits vor 70 Jahren verstand Flüchtlinge aufzunehmen. Begleitet haben die Radtour seitens des Tourismusvereins Wiesau zudem Gabi Lang (rechts) und Konrad Stock (Vierter von links). Bild: wro
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Wiesau
03.05.2016
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Das schöne Maiwetter nutzte der Tourismus- und Kulturverein Wiesau, um mit den in Wiesau und benachbarten Orten dezentral untergebrachten Flüchtlingen erstmals eine geführte Radtour zu unternehmen. Entlang der abwechslungsreichen Strecke erfuhren die jungen Männer aus Syrien, Afghanistan und Eritrea von "Reiseleiter" Markus Schäffler viel Interessantes über ihr Gastgeberland sowie über die Bräuche in der Oberpfalz. Über Mitterteich und Themenreuth führte die Tour meist auf Radwegen hinüber in die Kreisstadt, vorbei am Walzenwerk. Eine Straßenwalze habe man noch nie gesehen, hieß es plötzlich aus den erstaunten Reihen der jungen Radfahrer. Weiter ging's zum Marktplatz; dort war Zeit für eine Pause und ein kleines Eis. Geplant war, die Erklärungen auf Englisch zu geben. Doch das war nicht notwendig. "Die wissbegierigen Flüchtlinge sprechen inzwischen sehr gut Deutsch", informiert Markus Schäffler im Gespräch mit unserer Zeitung. Zurück ging es dann über den Vizinalbahn-Radweg nach Wiesau. Die Teiche und die Wälder sorgten für staunende Gesichter. Imposant der Ausblick von der Himmelsleiter. Von Markus Schäffler erfuhren die Tourteilnehmer viel über Flora und Fauna. Die zweifellos ernst gemeinte Frage, ob hier auch Tiger leben, musste Schäffler aber verneinen.

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