Sparen ohne Einbußen

Robert Görl (links) zeigte Bürgermeister Toni Dutz (rechts) und Stellvertreter Fritz Holm (Mitte), wie und wo LED-Lampen eingesetzt werden. Bild: wro
Vermischtes
Wiesau
30.01.2016
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Toni Dutz bezeichnet die Gemeinde als Vorreiter und greift zu einem Wortspiel: "Wiesau rüstet auf oder sagen wir besser ab." Wenn Dutz dies sagt, zeigt er auf die neu installierten, energiesparenden Lampen entlang der Gemeindestraßen.

Bereits 2012 hatten die Gemeinderäte beschlossen, nach und nach die inzwischen überholten und umweltschädigenden Quecksilberdampflampen gegen energiesparende Lampen auszutauschen. Der Erfolg liegt inzwischen schwarz auf weiß auf den Schreibtischen. Die Zahlen sprechen für sich: Bereits bei der ersten Umstellung an 320 Brennstellen (Peitschenmasten) konnte der Stromverbrauch gesenkt und eine Einsparung von rund 60 000 Kilowattstunden erzielt werden. Der zweite Schritt, die Auswechselung an 231 Brennstellen (Pilzleuchten) im Jahr 2015, brachte noch einmal rund 47 000 Kilowattstunden. Das stimmt nicht nur Kämmerer Harald Seitz zufrieden.

Hell und günstig


"Wir sind eine Konsolidierungs-Gemeinde. Da müssen wir auch zeigen, dass wir gewillt sind zu sparen", erklärt Toni Dutz. Natürlich muss die Gemeinde für die Umrüstung auch einen Batzen Geld in die Hand nehmen: rund 400 Euro pro Brennstelle. Dutz betonte, dass am Licht nicht gespart werde. Nur die Kosten gingen runter. In Zusammenarbeit mit dem Bayernwerk habe man die Maßnahme nach und nach auf den Weg bringen können. "Daher tat es der Gemeindekasse auch nicht so arg weh."

Heuer folgt nun der dritte und letzte Schritt. Rund 170 Brennstellen sind noch mit der alten Technik ausgestattet und bekommen zeitgemäße Leuchten. Gerhard Schmerber hatte eine dieser Lampen zu einem Ortstermin mitgebracht und zeigte sie dem Bürgermeister. "Wir haben uns für die 32-Watt-Version entschieden", informierte der Sachbearbeiter der Bayernwerk AG. Sollte es wider Erwarten in Wiesau zu dunkel werden, dann könne man immer noch auf die nächsthöhere Stufe, also auf 42 Watt hochrüsten. "Mit diesem Schritt hat die Gemeinde alle Einsparungsmöglichkeiten ausgeschöpft", ergänzte Markus Windisch und betonte: "Wiesau trägt zur Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes bei." Die LED-Lampen bieten, so Windisch im Gespräch mit unserer Zeitung, neben einer langen Lebensdauer und kompakten Abmessungen auch eine sehr hohe Lichtausbeute. Das mache die Technik so interessant. Zudem könne das Licht gelenkt werden, nämlich dorthin, wo es gebraucht werde. Die sogenannte Einbrennzeit falle weg. "Licht steht also sofort mit der vollen Leistung zur Verfügung."
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