Tanklöschfahrzeug und Verkehrssicherungsanhänger übergeben
Kein Spielzeug für Floriansjünger

Die technische Ausrüstung einer Feuerwehr sei kein Spielzeug, sagte stellvertretendes Landrat Dr. Alfred Scheidler (am Rednerpult). Den Segen Gottes spendeten die beiden Pfarrer Max Früchtl (Zweiter von rechts) und Ralph Knoblauch (rechts). 2. Bürgermeister Fritz Holm (Dritter von rechts) übergab den symbolischen Zündschlüssel. Bild: wro
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Wiesau
27.05.2016
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Zur vollständigen Ausrüstung einer Feuerwehr gehören zweifellos starke und leistungsfähige Fahrzeuge. Mit genügend Löschwasser an Bord ist man darüber hinaus auch gut gerüstet. Aber es bedarf noch viel mehr.

Die zahlreichen Hilfeleistungen auf dem Straßennetz rund um Wiesau erfordern auch eine entsprechende technische Ausstattung. Mit der Anschaffung eines TLF 4000 und eines neuen Verkehrssicherungsanhänger bleibt die Feuerwehr Wiesau mit dem fortschreitenden technischen Niveau auf Augenhöhe. Im Beisein zahlreicher Ehrengäste wurden die neuen und leistungsfähigen Fahrzeuge nun vorgestellt. Den kirchlichen Segen spendeten der katholische Pfarrer Max Früchtl und sein evangelisch-lutherischer Amtsbruder Ralph Knoblauch aus Tirschenreuth.

"Hauptdarsteller" während des Nachmittags war zweifellos das neue TLF 4000. Rund 362 700 Euro hat es gekostet. Einen Teil der Anschaffungskosten in Höhe von 97 000 Euro übernahm der Bezirk. 20 000 Euro steuerte die Feuerwehr selber bei. Die Gemeinde legte rund 218 700 Euro drauf, 27.000 Euro kamen vom Landkreis. Der neue Verkehrssicherungsanhänger kostete 15 100 Euro. Auch hier flossen Fördergelder in Höhe von insgesamt rund 7400 Euro. Stolz betrachtete Kommandant Thorsten Meiler "seinen" erweiterten Fuhrpark und stellte zufrieden fest: "Die Wiesauer Feuerwehr sei damit weiter gut aufgestellt".

Feuerrote Hüpfburg


Heimlicher Hauptdarsteller des Nachmittags aber war eine rote Kinderhüpfburg. "Dafür konnten jedoch keine Fördergelder beantragt werden", betonte Feuerwehrvorsitzender Manfred Beer ausdrücklich. Aus welchem Grund man sich für die Anschaffung eines feuerwehreigenen Spielgerätes entschlossen hatte, erläuterte Beer mit einer plausiblen Begründung. Beim Familienfest ergangenes Jahr waren die Leihburgen allesamt anderswo im Einsatz. Notgedrungen musste die Feuerwehr auf das beliebte Spielgerät verzichten, die Kinder waren enttäuscht.

Anschließend habe man sich daher für die Anschaffung einer eigenen Burg ausgesprochen. "Ohne großzügige Sponsorenunterstützung jedoch war die Idee nicht zu realisieren." Die Namen der Spender habe man an der "Burgmauer" verewigt, ergänzte Beer und bat darum, den um die Hüpfburg erweiterten Gerätebestand gleich mit zu segnen. Diese könne selbstverständlich auch von Veranstaltern samt Anhänger gemietet werden, informierte der Vorsitzende.

In seinem Grußwort verwahrte sich der stellvertretende Landrat Dr. Alfred Scheidler ausdrücklich gegen die landläufige Meinung Feuerwehrautos seien nur Spielzeuge für die Floriansjünger. Die Einsatzstatistik spreche da eine ganz andere Sprache. Die technische Ausrüstung komme zweifellos dem Gemeinwohl zu Gute. Als Geschenk hatte Scheidler einen Umschlag mit Inhalt dabei. Dieser sei - anders als der Zuschuss - jedoch nicht zweckgebunden, bemerkte er lächelnd.

Gottes Segen


Ein Verkehrsstau hinderte Bürgermeister Dutz an der rechtzeitigen Teilnahme der Feier. Sein Stellvertreter Fritz Holm erinnerte daran, dass sich die Aufgaben der Feuerwehr in den letzten Jahren deutlich erweitert hätten. Den symbolischen Autoschlüssel übergab Holm Maschinistenchef Ralf Steinberger. Kreisbrandrat Andreas Wührl empfahl mit Blick auf die feuerrote Hüpfburg schon mal vorsorglich die Gründung einer Kinderfeuerwehr. Mit dem Segen Gottes, gespendet von den Geistlichen beider Konfessionen übernahm die Feuerwehr Wiesau dann ihren erweiterten Fahrzeugbestand.

Technische DatenTanklöschfahrzeug

Funkrufname: Florian Wiesau 23/1

Einsatz: Brandbekämpfung, Wassertransport und kleine Technische Hilfeleistungen

Ausstattung: 5000 Liter Wassertank, 600 Liter Schaummitteltank, Hochdruck-Schaum-Löscher, Wasserwerfer auf dem Dach, Atemschutzgeräte, Wärmebildkamera, 5000 Liter Faltbehälter, Wassersauger, Chemikalienschutzanzüge, Schnellangriffseinrichtung, Turbolüfter, Motorsäge, Rettungsrucksack, Lichtmast mit Xenon- und LED Technik, Feuerlöschkreiselpumpe 3000 Liter/Minute, Material zur Verkehrsabsicherung
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