Turnerbund stolz auf engagierte Mamas und Papas
Prima Klima

"Dieses Schild hat einen Ehrenplatz bekommen", erzählt TB-Jahn-Vorsitzender Gerhard Priemer. Damit feuerte Bürgermeister Toni Dutz Manuela Priemer bei der EM 2002 in München an. Bild: wro
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Wiesau
13.05.2016
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Wie eine starke Großfamilie präsentiert sich der Wiesauer Turnerbund Jahn. "Bei uns herrscht ein prima Klima", sagt Vorsitzender Gerhard Priemer im Gespräch mit unserer Zeitung. Vielfältig wie die Sparten des TB gestalte sich auch das Vereinsleben. "Ohne Familien läuft auch bei uns nicht viel." Turnerbund, das bedeute auch Familie. "Unser spezielles Angebot für unsere Familien sind wir selber." Als einer der wenigen Vereine im Ort biete der TB nicht nur einen Familienbeitrag an, "sozial schwache Familien stellen wir auch schon mal beitragsfrei".

Gerhard Priemer versichert: "Auf die Unterstützung der Mamas und Papas können wir bei den Wettkämpfen stets bauen, sei es am Maßband oder beim Rundenzählen. Selbstverständlich findet man unsere Familien auch am Kaffee- und Kuchenstand." Viele Hände seien nötig, um den Verein voranzubringen.

Top-Trainingsmöglichkeiten


Mit seinen rund 800 Mitgliedern ist der 1922 gegründete TB die größte Gemeinschaft in der Marktgemeinde. Es gibt acht Abteilungen. Die Turner, auch die vor 94 Jahren gegründeten Leichtathleten gehören zu den ältesten Säulen im Turnerbund. Die Trainingsmöglichkeiten seien hervorragend, informiert der Vorsitzende. "Drei Turnhallen und das Wiesauer Sportzentrum bieten dem TB ausgezeichnete Trainingsmöglichkeiten." Wenn Gerhard Priemer von der "Familie TB Jahn" spricht, meint er alle Sparten. Beispielhaft verweist er auf die Aktivitäten "seiner" Vater-Mutter-Kind-Gruppe. Hier haben rund 30 Kinder ihren Spaß. Zwei Übungsleiter unterstützen sie dabei. "Leider üben sich die Väter eher in Zurückhaltung", bedauert der langjährige Vorsitzende. Ein reichhaltiges Freizeitangebot ergänze die sportlichen Aktivitäten. Ein Aushängeschild des TB sei der Inliner-Sport. Der alljährlich stattfindende Großwettbewerb sei ohne Familien kaum durchführbar. "Das Rennen wurde vor allem wegen des Miteinanders zu einer echten Erfolgsgeschichte."

Einfallsreich


Priemers Veranstaltungsliste ist lang. "Ein ganz besonderes Familienfest ist unser Kinderfasching im Pfarrzentrum." Der Einfallsreichtum der Tanzgruppen sei enorm. "Unsere Mädchen haben sich klangvolle Namen wie Temptation, Devotion oder Passion ausgesucht."

Wo immer es möglich sei, würden die Familien eingebunden: Wanderungen, Sportabzeichentreff, aber auch Trikotwäsche. Am geplanten Familienwettkampf arbeite man noch. Nicht ohne stolz zeigt Priemer auf ein Foto an der Wand. Darauf abgebildet sind seine "Hammerfrauen". Die Mädchen gehören zur erfolgreichen Gruppe der TB-Hammerwerferinnen. Am linken Bildrand ist Tochter Manuela zu sehen. In den 1980er Jahren hatte sie ihre großen Erfolge. "Das Hammerwerfen war eigentlich nur ein sportliches Nebenprodukt unserer Manuela." Begonnen habe sie mit dem Diskuswerfen. Manuelas Teilnahme an zwei Europameisterschaften und der WM in Sevilla sind Vater Gerhard noch in guter Erinnerung; besonders die Bronzemedaille bei der U23-EM in Göteborg.
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