Vandalen im Waldnaabtal
Nistkästen abgerissen

Gerhard Schneider (rechts) und Revierförster Matthias Gibhardt (links) sind fassungslos. Von 100 Nistkästen für seltene Fledermausarten blieben nur 20 unversehrt. Bild: wro
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Wiesau
06.04.2016
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Falkenberg. Das Waldnaabtal gehört für Matthias Gibhardt zu den "schönsten Arbeitsplätzen der Welt". Die Begeisterung des Försters wird nicht von allen geteilt. Unbekannte Vandalen haben in den vergangenen Tagen im Waldnaabtal südlich der Blockhütte gewütet. 60 der vor rund 2 Jahren angebrachten 100 Fledermaus-Nistkästen liegen im Wald verstreut, 20 weitere sind weg.

Der Waldsassener Forstbetriebsleiter Gerhard Schneider ist außer sich, beziffert den Schaden auf rund 1500 bis 2000 Euro. Damit sei aber nur der materielle Schaden gedeckt. Der ökologische Schaden könne gar nicht erst beziffert werden. Schneider hält mit seiner Enttäuschung nicht hinter dem Berg. "Ich finde es traurig, dass es Menschen gibt, die so etwas machen." Dass man die Mühe und das Engagement der ehrenamtliche Helfer so mit Füssen zu tritt, will Schneider nicht verstehen.

Die Kästen hängen meterhoch, sind normal nicht zu erreichen. "Offenbar ist man gezielt vorgegangen", vermutet Schneider. Warum sich die Täter ausgerechnet die Brutstätten der Fledermäuse für ihre Untat ausgesucht haben bleibt vorerst ein Rätsel. Nun müsse schnell gehandelt werden, die Brutzeit beginnt. In wenigen Tagen muss wieder alles an Ort und Stelle sein. Inzwischen wurde auch die Polizeiinspektion Tirschenreuth eingeschaltet und bittet um sachdienliche Hinweise unter der Telefonnummer 09631/ 70110.
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