Vertreter der Standorte ziehen Bilanz
„Helfer vor Ort“ wertvolle Unterstützung

Anlässlich ihres Treffens im Wiesauer BRK Heim zogen die Landkreis-Helfer vor Ort eine positive aber auch eine kritische Bilanz ihrer Arbeit. Bild: wro
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Wiesau
04.08.2016
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Helfer vor Ort (HvO) verkürzen die Zeit zwischen Notfall und medizinischer Erstversorgung: In Randlagen de Region gewinnen die ehrenamtlich tätigen Helfer immer mehr Bedeutung.

"Die BRK-Rettungswachen im Landkreis sind rund um die Uhr besetzt", informierte der Wiesauer Rotkreuz-Bereitschaftsleiter Robert Wolfrum anlässlich eines gemeinsamen Treffens Helfer vor Ort im Landkreis im BRK-Heim. Neben Wiesau seien weitere 15 HvO-Standorte mit ehrenamtlichen Helfern vorhanden, bilanzierte Wolfrum die Zahl der derzeitigen Stützpunkte in der Region. Die Arbeit der HvO nannte er eine wertvolle Unterstützung.

Anlass der HvO-Zusammenkunft war es Bilanz zu ziehen und gewonnene Erfahrungen - basierend auf den abgegebenen Protokollen - auszutauschen. Die darin enthaltenen Zahlen wurden von den Fuchsmühler BRK-Leuten Thomas Konz und Heinrich Ulrich eingepflegt und ausgewertet. "Nur wenn man konkrete Werte vorlegen kann, ist man in der Lage auch entsprechend zu argumentieren", begründete Wolfrum die oft ungeliebte Schreibtischarbeit nach einem wichtigen, manchmal auch lebensrettenden Einsatz.

Beeindruckende Zahlen


Trotz der bereits gewonnenen Erkenntnisse, bedauerte Wolfrum, dass mit dem Sammeln von Daten viel zu spät begonnen worden ist. Das ausgewertete Zahlenmaterial sei jedoch beeindruckend. Als Beispiel nannte der Sprecher die Anzahl der Einsätze. Waren es im Jahr 2014 noch 1445 Notfälle, so war man im darauffolgenden Jahr deutlich mehr, nämlich rund 1900 Mal gefordert. Als Spitzenreiter bei den Einsatzorten nannte Wolfrum den häuslichen Bereich, gefolgt von den Seniorenheimen. Die gefahrenen Kilometer - teils auch mit Privatfahrzeugen - bezifferte der Wiesauer auf runde 14 400. "1074 Stunden waren unsere Helfer vor Ort gefordert", bilanzierte Wolfrum das vorliegende Zahlenwerk.

Spitzenreiter mit rund 260 Stunden war im abgelaufenen Jahr die HvO Mitterteich. Für eine deutliche Entspannung jedoch sorge die zum Jahresanfang eröffnete BRK-Wache, war aus den Reihen der Mitterteicher zu erfahren. Trotz modernster Technik gebe es immer noch Startschwierigkeiten bei der Alarmierung. Gemeinsam wolle man diese aber am "runden Tisch" und möglichst rasch lösen. Sorgfältig ausgefüllte und rechtzeitig abgegebene Protokolle erleichtern die Arbeit zusätzlich, bat Wolfrum, auch den Umgang mit den Formularen ernst zu nehmen.

Eine erfreulich positive Bilanz zogen die Ersthelfer bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Rettungsdienstleiter Manfred Maurer hob hervor: "Wenn wir auch nur einem einzigen Menschen das Leben retten können, dann ist es uns das wert." Gleichzeitig lobte Maurer die - wie er sagte - "tolle und saubere Arbeit." Anerkennend äußerte sich auch BRK Kreisgeschäftsführer Holger Schedl: "13 Menschen konnte primär das Leben gerettet werden, das macht stolz." Abschließend lobte auch er die Schreibtischarbeit der beiden Fuchsmühler BRK Leute Konz und Ulrich, insbesondere auch die Qualität der vorgelegten Zahlen.

Spenden und Fördergelder


"Niemand wird uns im Ernstfall die Frage stellen, ob die Helfer vor Ort ehrenamtlich oder gegen Entgelt arbeiten", schloss Holger Schedl. Wichtig sei, dass geholfen wird. Trotz des ehrenamtlichen Engagements sei eine finanzielle Unterstützung nach wie vor aber mehr als wichtig. "Kfz-Steuern und Versicherungen, Benzin und eine entsprechende Ausrüstung kosten viel Geld. Spenden und Fördergelder sind daher immer willkommen", warb der Kreisgeschäftsführer um weitere Fördermitglieder.
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