Wege aus der Abhängigkeit

Im Beisein zahlreicher Ehrengäste wurde die Wanderausstellung "Einfach menschlich" im Foyer des Staatlichen Berufsschulzentrums Wiesau eröffnet. Während eines Rundgangs verschafften sich die Ehrengäste einen Eindruck von der beeindruckenden Präsentation. Bild: wro
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Wiesau
29.10.2016
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Es geht nicht nur um harte Drogen. Sucht zeigt sich in vielen Bereichen und allen Gesellschaftsschichten. Die Wanderausstellung "Einfach menschlich" will die Augen öffnen und Auswege aufzeigen.

Gemeinsam mit dem Landratsamt und dem Gesundheitsamt Tirschenreuth gelang es in Absprache mit dem Staatlichen Beruflichen Schulzentrum, die Wanderausstellung "Einfach menschlich" nach Wiesau zu holen. Zahlreiche Schulklassen und mehrere im Bereich der Jugendarbeit tätige Betreuergruppen zeigten bereits reges Interesse.

Im Beisein von Landrat Wolfgang Lippert und Bürgermeister Toni Dutz wurde die Ausstellung von Studiendirektor Erich Porsch, dem stellvertretenden Leiter des Berufsschulzentrums Wiesau, im Foyer eröffnet. Finanziell unterstützt wurde die Ausstellung durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, durch die Sieglinde-Nothacker-Stiftung, durch den Landkreis Tirschenreuth und die Deutsche Angestellten-Krankenkasse. DAK-Mitarbeiterin Caroline Schiessl erläuterte die Inhalte der Wanderausstellung: "Schon der Name der Ausstellung macht deutlich, dass nicht Verbote und der erhobene Zeigefinger im Vordergrund der Präsentation stehen." Vielmehr solle der Besucher erleben können, wie die verschiedenen Wege in süchtiges Verhalten aussehen können. "Dabei wird grundsätzlich von einem weit gefassten Suchtbegriff ausgegangen, der süchtiges Verhalten nicht nur im Kontext von harten Drogen oder von Alltagsdrogen wie Alkohol problematisiert", fuhr die DAK-Mitarbeiterin fort. Spiel-, Computersucht, aber auch Ess- oder Kaufsucht werden thematisiert. "Einfach menschlich" tourt seit mehr als einem Jahrzehnt erfolgreich durch Deutschland. Die Rückmeldungen sind positiv, vor allem auch deshalb, weil sich der Besucher während der Ausstellung nicht alleine gelassen fühlt. Individuelle Gespräche seien ein fester Bestandteil des Konzeptes, welches der Regensburger Verein Suchtprävention und Genesung entwickelt hat. Suchtverhalten sei erklärbar, aber auch veränderbar. "Einfach menschlich" macht dies auf beeindruckende Weise deutlich."
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