Wiesau und Weiden mit russischen Partnerschulen __

Vermischtes
Wiesau
02.01.2016
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Der Gegenbesuch der russischen Partner im Oktober 2016 ist bereits fest eingeplant. Das Berufliche Schulzentrum Wiesau und die Europa-Berufsschule in Weiden streben eine Kooperation mit russischen Schulen an. Dazu sondierte eine Delegation in Moskau die Lage. Ziel ist ein Schüler- und Lehreraustauschprogramm zwischen beiden Staaten.

"Ein anderes Land mit eigenen Augen zu sehen und die Menschen selbst zu erleben ist eine durch nichts zu ersetzende Erfahrung. Es eröffnet den Jugendlichen einen anderen Blick auf die Welt", sind sich die Schulleiter Dr. Wolfgang Eckstein und Josef Weilhammer einig. Auch in fachlicher Hinsicht würden die Schüler profitieren.

Um erste Kontakte zu knüpfen, entsandten beide Oberpfälzer Schulen für eine Woche Vertreter nach Moskau. Dort trafen bei einer "Projektschmiede" jeweils 20 russische und deutsche Kollegen aufeinander. Das deutsche Modell der dualen Berufsausbildung stand dabei im besonderen Interesse. Die durch die Hamburger Stiftung DRJA (Deutsch-Russischer Jugendaustausch) organisierte Tagung wurde gefördert durch den Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft sowie von russischer Seite durch das Ministerium für Bildung und Wissenschaft der Russischen Föderation und der Föderalen Agentur für Jugendfragen. Ein straff organisiertes Programm unter professioneller Moderation führte dazu, dass die Teilnehmer schnell ins Gespräch kamen. Mit einem Großaufgebot an Dolmetscherinnen und Simultanübersetzern war die Sprachbarriere schnell überwunden.

Auch Dank der enormen Kooperationsbereitschaft von russischer Seite kristallisierten sich schnell konkrete Partnerschaften heraus. So wollen Wiesau und Weiden künftig mit Berufsbildungseinrichtungen aus St. Petersburg, Moskau, Staraja Kulatka und Nischnekamsk zusammenarbeiten. Auch die späteren Schüleraustauschprogramme sind als Gemeinschaftsprojekt der Berufsschulen geplant.

Nächster Schritt ist im Oktober ein Besuch der russischen Partnerschulen in Wiesau und Weiden. Die beiden größten Hürden sind die Sprachbarriere und die Finanzierung. Schon jetzt wird an Lösungen gearbeitet. Mit etwas Glück könnte es 2017 zum ersten Austausch kommen.
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