Für den Schutz der Schulkinder wurden Pflanzkästen aufgebaut
Neue Pflanzkästen stehen in der Wiesauer Schulstraße

Die Schulstraße verleitet zum Schnellfahren. Deshalb lässt der Marktrat nun große Blumenkästen aufstellen, die als Tempo-Bremsen wirken sollen. Bild: wro
Wirtschaft
Wiesau
04.08.2015
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In der Wiesauer Schulstraße stehen bald fünf neue Pflanzkästen. Allerdings nicht aus dekorativen Gründen. Die Markträte erwarten sich durch diese Maßnahme eine effektive Tempo-Bremse.

Immer wieder gehen Beschwerden der Anlieger ein: Raser sorgen in der Schulstraße für gefährliche Situationen. Mit 400 Euro pro Pflanzkasten plus der Ausgaben für Pflege und Bepflanzung werde die Gemeindekasse relativ gering belastet, argumentierte Bürgermeister Toni Dutz. Marktrat Michael Dutz brachte es auf den Punkt: "Das sollten uns die Schulkinder wert sein." Er plädierte für eine rasche Verkehrsberuhigung.

Im Winter könnte es zu Problemen kommen

Das sahen alle Markträte so. Immerhin gehe es um die Sicherheit der Schulkinder und der Anwohner. Lediglich über das "Wie" entspann sich eine kurze Debatte. Jedoch wurden vor allem wegen der zu erwartenden Probleme beim Winterdienst alternative Tempo-Bremsen zugunsten der Blumenkästen verworfen. Bürgermeister Toni Dutz stellte ergänzend fest: "Das versetzte Parken in der Marktstraße hat doch gezeigt, dass es möglich ist, mit ganz einfachen Mitteln den Verkehr zu verlangsamen." Die Standorte der Blumenkästen sollen zusammen mit den Anwohnern ausgewählt werden.

Die Attraktivität des Frühjahrsmarkts in Wiesau schwindet. Bürgermeister und Markträte sprachen sich aber noch einmal deutlich gegen eine Abschaffung aus. Jedoch seien kreative Ideen zur Belebung gefragt. Wenig Neues konnte der Bürgermeister zum Thema Bahnhof Wiesau berichten. "Wir sind weiter dran." Leider fehle aber immer noch eine Aussage der Deutschen Bahn AG. Toni Dutz versprach, "ernsthaft zu prüfen, den Bahnhof zu erhalten." Bürgermeister Dutz und die CSU-Fraktion, vor allem aber Marktrat und Oberstudienrat André Putzlocher freuten sich über ein besonderes Lob vonseiten der Freien Wähler. "Ich finde es toll, was ihr da in der HOT aufzieht", hatte Franz Dürrschmidt gedankt. Aber nicht nur die Schule für Hotel- und Tourismusmanagement (kurz "HOT") sei ein Aushängeschild Wiesaus, ergänzte Toni Dutz. Er verwies auch auf das duale Fernstudium, das Wiesau zur Hochschulgemeinde mache. Derzeit seien 30 Studenten immatrikuliert. Die Prüfungen, so Putzlocher, finden in der Schule in Wiesau statt. Am Ende hätten die Absolventen den Bachelor in Tourismuswirtschaft in der Tasche. Markträtin Elsa Bächer hat die Frauen-Union bereits als förderndes Mitglied der "HOT" eintragen lassen. Sie empfahl, diesem Beispiel zu folgen. "Die Fördergelder gehen ohne Abzüge direkt an die Schüler."

CSU-Marktrat Hubert Konz bat abschließend um Reparatur der beschädigten Asphaltschicht auf einem Teilstück der Verbindungsstraße von Triebendorf nach Oberteich. Doch dies ist bereits erledigt. Aufmerksame Gemeindemitarbeiter haben die Gefährlichkeit in der Kurve erkannt und gebannt, berichtete der Bürgermeister, der die Mannschaft vom Wiesauer Bauhof ausdrücklich lobte.
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