Neugirg jagt die Quote hoch

Erst habe sie ihm beim Vorglühen an der Shell-Tankstelle einen Fünfziger zugesteckt, damit sie in seiner Rede vorkommt , dann zog sie mit ihm bis in der Früh um die Häuser: Landtagspräsidentin Barbara Stamm kann"s mit Norbert Neugirg. Bild: Helmut Kunz
Archiv
Windischeschenbach
09.02.2015
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Am Sonntagabend sitzt er gemütlich in Neuhaus "beim Teicher" und lässt sich das Zoigl-Bier schmecken: Norbert Neugirg, Kommandant der Altneihauser Feierwehrkapell'n, ist zurück aus Veitshöchheim. Zeit für ein paar Fragen.

Die Einschaltquote bei der Live-Übertragung des Frankenfaschings aus Veitshöchheim schnellte am Freitag um 21.45 Uhr geradezu nach oben, als die Altneihauser ihren Auftritt hatten. Zum zehnten Mal waren die Gäste aus der Oberpfalz bei der Kult-Sendung vertreten.

Mit wem haben Sie denn bei der Schlussmusik "Feierabend" getanzt? Ihre Dauer-Partnerin Christine Haderthauer fehlte ja.

Norbert Neugirg: Ich hab' mir das Ganze von der Bühne aus angesehen. Mit mir tanzt keine mehr. Die meinen, das bringt Unglück.

Wie haben Sie von den sensationellen Einschaltquoten erfahren?

Die trudeln immer am Morgen nach der Sendung, so gegen 8 Uhr, ein. Ich hab sie erst später erfahren, weil ich erst um 7.07 Uhr ins Bett bin.

Hat die After-Show-Party so lange gedauert?

Nicht direkt. Erst waren wir auf dem Empfang im "Haus der Begegnung"; da mussten wir uns mit so vielen Leuten fotografieren lassen, dass wir kaum zum Essen gekommen sind. Das löst sich dann immer so gegen 2, 3 Uhr auf; dann ging es in eine Pilskneipe, und als um 6 Uhr der Bäcker von gegenüber aufmachte, sind wir da noch rein.

Die ganze Gruppe?

Da war ich der einzige von der Feierwehr. Einer muss doch die Oberpfälzer Fahne hochhalten. Die Barbara Stamm mit ihrer Tochter Sissi war noch dabei, Volker Heißmann, Bruno Gold von den Parodis ... Insgesamt 21 Leute.

Bei so viel Erfolg sind die Altneihauser im nächsten Jahr bestimmt wieder mit von der Partie?

Es ist fast zu befürchten. Heuer waren wir zum zehnten Mal dabei. Und das, obwohl wir 2006 für ein einmaliges Gastspiel vorgesehen waren.

Wie ist die Resonanz nach der Sendung?

Sehr positiv. Auf unserer Homepage und unserer Facebook-Seite treffen Zuschriften aus ganz Deutschland ein.

Keine Kritik?

Eine Mail ohne Namensangabe und Rechtschreibkenntnisse, aber die hab ich gleich gelöscht. Und wegen unseres Trommlers gibt es Verwirrung.

Wegen Reinhard Stummreiter, dem "Dicken" in der Truppe?

Ja, genau. Einige meinen, wir haben umbesetzt. Dabei hat der Reinhard nur so stark abgenommen, dass wir ihn jetzt ausstopfen müssen. Aber im Gesicht sieht man es halt.

Sie haben in Veitshöchheim sicher so viel Gage kassiert, dass jetzt mal Pause ist.

Das meinen die meisten Leute. Aber in Veitshöchheim gibt es keine Gage. Nur Kilometergeld und eine kleine Aufwandsentschädigung.

Das gilt aber nur für Künstler aus der Oberpfalz.

Wahrscheinlich. Aber im Ernst: Die Gäste profitieren natürlich von den Folge-Engagements aus Veitshöchheim. Wir treten zum Beispiel am Rosenmontag vor einer ausverkauften Freiheitshalle in Hof auf.

Wie lange dauert es denn, bis das Programm für den Frankenfasching steht?

Wir probieren das ganze Jahr über aus, welche Nummer geeignet wäre. Am Text feile ich zum Schluss zwei bis drei Wochen. Ich lese ihn dann meiner Frau Christa und dem Christian Höllerer vor. Wenn die zufrieden sind, dann passt es.

Und Urlaub ist nach so viel Stress nicht drin?

Meine Frau hat für Mai einen Auslandstrip für uns gebucht. Ich verlass mich da ganz auf sie.
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