Freibad öffnet noch vor den Ferien
Freude über neue Abdeckplane

Die neue Abdeckplane sieht nicht nur schön aus, sondern schont die Umwelt. Die Wassertemperatur kühlt nachts weniger schnell aus. Außerdem hilft sie Chlor sparen, da das Gas nicht verdunsten kann. Möglich gemacht hat dies der Freibadförderverein, der für den Kauf 15 000 Euro locker gemacht hat. Bild: mic
Freizeit
Windischeschenbach
07.05.2016
340
0

Die Liegestühle und Schirme stehen in Reih und Glied. In den Becken spiegelt sich die Sonne, und der Rasen ist gemäht. "Wir sind mit den Vorbereitungen fast fertig", erklärt Bademeister Horst Lindner. "Nur das Wasser muss sich noch aufheizen."

Mit 14 Grad ließ die Wassertemperatur am Freitag noch zu wünschen übrig. Doch Lindner ist zuversichtlich. "Mitte nächster Woche dürften wir 26 Grad erreicht haben." Der genaue Öffnungstermin steht noch nicht fest. Darüber entscheidet die Stadt am Montag. "Aber auf jeden Fall vor den Ferien."

In den letzten Tagen vor Saisonbeginn hat das Freibad-Team gut zu tun. Der Bademeister montiert zusammen mit Benjamin Höllerer die neue Abdeckplane für das Nichtschwimmerbecken, die erst vor wenigen Tagen geliefert wurde. Die alte Plane hatte bereits über 25 Jahre auf dem Buckel. Ein stolzes Alter, denn normalerweise hält das Material nur 15 Jahre.

"Das war die gute Pflege", hatte der Stadtrat in einer vorangegangenen Sitzung bereits gelobt. Um die Finanzierung der neuen Plane kümmerte sich der Freibadförderverein, der rund 15 000 Euro locker machte. Der Bademeister schwärmt regelrecht von der Neuanschaffung: "Sie saugt sich nicht mehr mit Wasser voll, deshalb können sich auch kaum Keime festsetzten." In kühlen Nächten isoliert sie und sorgt dafür, dass die Wassertemperatur nur um ein halbes oder ein Grad absinkt. "So kann auch weniger Chlor verdunsten. Insgesamt eine umweltfreundliche Sache", freut sich der Freibad-Chef.

Ebenfalls neu, aber auf den ersten Blick nicht zu sehen, sind die Trinkwasseraufbereitung und das Spülluftgebläse, das für die Filterrückspülung sorgt. Mit einer neuen Duschanlage sind nicht die Fliesen und alles Sanitäre gemeint, sondern die Technik, die dahinter steckt. Eines wird allen Besuchern aber sofort ins Augen fallen. Die Sträucher zur Straße hin fehlen: "Unser schönes Bad soll schließlich zu sehen sein", schmunzelt Horst Lindner. "Bisher lag es wie Dornröschen hinter den Dornen."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.