Funkelnde Kanalschächte
Mineralienbörse im Geo-Zentrum an der KTB zeigt verkannte Bodenschätze

Freizeit
Windischeschenbach
09.03.2016
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35 Aussteller aus ganz Bayern waren gekommen, um ihre meist selbst gefundenen oder ausgegrabenen Schätze bei der großen Mineralienbörse an der KTB zu zeigen.

Martin Füßl, Vorsitzender der Weidener Mineralienexperten, freute sich am Sonntagmittag über bis dahin 350 Besucher. Die meisten Exponate stammten aus der Region. Wie leicht sie bisweilen zu finden sind, war aus den Erzählungen der Sammler herauszuhören: So reiche es, in der eigenen Gemeinde beim Kanalbau die Augen offen zu halten und immer den Spaten dabei zu haben. Dann sind Schmuckstücke wie Rosenquarz aus Pleystein oder - in anderer geologischer Form - aus Hagendorf zu entdecken. Ferner ist Bayern für Vorkommen von Lepidolith, Wavellit, Apoplyllit oder, im Bereich Eger, für Vesuvian gut.

Die Schönheit der Steine hat Rolf Wagner aus Ebermannsdorf erstmals 1973 fasziniert. Er suchte auch schon in Griechenland im Bergwerk. "Dafür nahm ich vier Kilometer unterirdischen Fußweg in Kauf." Seine Ehefrau sieht das Hobby recht gern, gibt Rolf Wagner zu. "Da komm ich nämlich weniger ins Wirtshaus."

Andreas Plötz kommt aus der Nähe Chams. Im Alter von fünf Jahren ist er über den Großvater, einem Steinhauer, zu diesem Hobby gekommen. Rund 5000 Steine hat er bislang katalogisiert. Die Blicke vieler Kinder auf die Fundstücke lassen hoffen, dass solche Experten Nachahmer finden.
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