Rosenmontagsball der Feuerwehr
Burgturm tanzt mit Zofe

"Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der Schönste in unserem Land?" Prinzessin Daniela I. und Prinz Andreas I. (Fünfter und Sechste von rechts) hatten angesichts der vielen gelungenen Verkleidungen die Qual der Wahl bei der Maskenprämierung. Bilder: mlb (2)
Freizeit
Windischeschenbach
10.02.2016
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Neuhaus. Eine feurig scharfe Henkersmahlzeit mit Kartoffeln, Paprika und Fleisch - ein letzter Gruß aus der Küche, dann führte der Weg nicht zum Schafott, sondern auf die Tanzfläche.

Beim Spektakulum der Neuhauser Spritzenmänner am Rosenmontag im Linglsaal zeigten die zahlreichen Ballbesucher illustre Lebensfreude und Spaß am bunten höfischen Treiben. Eine besondere Augenweide boten die mittelalterlichen Kostüme. Ein Ritter mit Lattenrost-Kettenhemd erhielt ebenso bewundernde Blicke wie das stilecht gekleidete Gesinde, der Pest-Medikus oder der Hofnarr mit Kinderstrumpfhosen-Narrenkappe.

Als Sieger der Maskenprämierung ging der Neuhauser Butterfass-Turm hervor, der sich samt seiner ihm angetrauten Zofe als "Burg-Fräulein" präsentierte. "So manch einer hat sich hier verkleidet. Gestalten, die man eigentlich meidet, haben wir hier heute schon gesehen. Da möchte man doch wieder gehen", nahm Manuel Windschiegl die Gaudigesellschaft aufs Korn.

Stimmung mit Teddy Boys


Kurzerhand unterstellte der Hofmarschall der Pfadfinder-Faschingsgesellschaft (PFG) den Feuerwehrball der Regentschaft von Daniela I. und Andreas I., die, begleitet von Hofstaat und Gardemädchen, von ihrem reich geschmückten Thron aus das bunte Treiben verfolgten. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten auf der Tanzfläche verstanden es die "Teddy Boys", die Narren mit einer Polonaise und bekannten Stimmungsmachern aus der Reserve locken. Die Stimmung kochte dabei so hoch, dass es für den Feuerwehrvorstand Christian Windschiegl mitunter schwierig war, Tanzpausen für die gelungenen Showeinlagen der Gardemädchen herauszuschlagen.

Tanz in Strumpfhosen


Sogar das Geheimnis des streng geheimgehaltenen Auftritts der Feuerwehr-Hofnarren lüftete sich aus diesem Grund erst nach Mitternacht. Mit tobendem Applaus und Lachtränen in den Augen verfolgte das Publikum den Tanz der "Helden in Strumpfhosen". In Anlehnung an den gleichnamigen Mel-Brooks-Film, der das Leben des wohltätigen Robin Hoods parodiert, glänzten die Spritzenmänner mit mehr oder weniger grazilen Bewegungen, mitunter halsbrecherischen Akrobatikeinlagen und überraschenden Showeffekten.
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