Anton Sammet malt 14 Bilder für die Waldkapelle
Freuden und Leiden in Acryl

Anton Sammet stellt die 7 Freuden und die 7 Leiden Mariens am Samstag um 18 Uhr im Haus Johannisthal vor. Im April sollen die 14 Bilder dann in der Waldkapelle aufgehängt werden. Bild: hfz
Kultur
Windischeschenbach
16.03.2016
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Wie lassen sich in einem runden Raum Bilder aufhängen, ohne dass die Zwischenräume zur Wand zu groß werden? "Diese Frage hat mich fast noch mehr beschäftigt als die Motive selber", erzählt Anton Sammet. Am Samstag, 19. März, stellt er die sieben Freuden und Leiden Mariens in Johannisthal vor.

Die Idee stammt ursprünglich von Weihbischof Reinhard Pappenberger, der im vergangenen Jahr zum ersten Johannisthaler Kirchweihfest das Pontifikalamt zelebrierte. Er schlug vor, die Waldkapelle mit Darstellungen von Marias Leben zu schmücken. Der Gedanke faszinierte Direktor Manfred Strigl.

Den Künstler hatte er schnell ausgemacht: Anton Sammet soll sich den Werken widmen. "Nach einer kurzen Bedenkzeit habe ich zugesagt", erinnert sich der ehemalige Windischeschenbacher Rektor. "Das Hauptproblem war, nur das Wesentliche darzustellen und einen roten Faden für Farbe und Gestaltung zu finden." Sammet entschied sich schließlich, bei allen Motiven goldenes Blattmetall zu verwenden. Die Bilder selbst malt er mit Acrylfarben und überzieht sie mit Lack. Auch die Größe erklärte sich fast von selbst. "Im Hinblick auf den kleinen Innenraum der Waldkapelle habe ich DIN-A-5-Formate gewählt." Die 7 Freuden-Bilder bekommen rote, die 7 Leiden-Motive blaue Passepartouts.

Kopfbild finden


Sammelt entwirft außerdem ein Begleitheft. "Eine Beschriftung hätte gestört", sagt er. In der Broschüre findet sich neben dem jeweiligen Bild der Titel, ein Bibeltext und Gedanken aus der Sicht des Malers. "Ich wünsche mir, dass der Betrachter im Wechselspiel zwischen Bild, Text und Meditation sein eigenes Kopfbild findet und verinnerlicht."

Direktor Strigl schreibt im Vorwort: "Bezaubernd schön drücken die Bilder Mariens Lebenssituationen aus. Lassen Sie sich von ihnen faszinieren und spüren Sie, wie Maria in Freuden und in Leiden Ihnen als Freundin und Fürsprecherin beisteht."

Am Samstag, 19. März, laden Strigl und Sammet um 18 Uhr ins Haus Johannisthal zur Vernissage ein. Dort hängen die Bilder zunächst im unteren Verbindungstrakt. Erst im April will Sammet sie in der Waldkapelle ausstellen. Da sich durch die runden Wände eine Leiste nicht verwirklichen lässt, will Sammet die Bilder nun einzeln aufhängen.

Waldkapelle "Unserer Lieben Frau"Erzbischof Michael Buchberger weihte im Mai 1955 die Kapelle zu "Unserer Lieben Frau von Johannisthal" ein. Die Kapelle ist auch heute noch ein Ort der Ruhe und der Besinnung.

Der OWV feiert hier Waldweihnacht. Die Jäger treffen sich im Herbst zur Hubertusmesse. Die Sternwallfahrten führen die Gläubigen zur Marienkapelle. Auch bei Kursen oder Besinnungstagen im Haus Johannisthal gehen die Teilnehmer gerne zum Beten in die Waldkapelle. Zum 60. Weihetag wurde der Innenraum der Wald-und Marienkapelle neu gestaltet.

14 Bilder sollen künftig Marias Leben verdeutlichen. Ihre sieben Freuden waren: Verheißung der Geburt Jesu, Besuch Marias bei Elisabeth, Geburt Jesu, Huldigung der Sterndeuter, der zwölfjährige Jesus im Tempel, Auferstehung Jesu, Aufnahme Mariens in den Himmel.

Die sieben Leiden sind: Darstellung Jesu im Tempel mit Weissagung Simeons, Flucht nach Ägypten, Verlust des zwölfjährigen Jesus, Jesus begegnet seiner Mutter am Kreuzweg, Kreuzigung und Sterben Jesu, Kreuzabnahme und Übergabe des Leichnams an Maria, Grablegung Jesu.
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