Auch gute Nachrichten können unterhalten

Uli Masuth, der auf den Kabarettbühnen Deutschlands und der Schweiz unterwegs ist, hat eine schwarze Seele und produziert schwarze Pointen. Sein aktuelles Soloprogramm heißt "Und jetzt die gute Nachricht!" Bild: hfz
Kultur
Windischeschenbach
22.10.2014
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Kann man die Menschen auch mit guten Nachrichten noch unterhalten? Uli Masuth kann es. Ob Ebola, Bahn oder Bundeswehr - der Kabarettist verwandelt Schlechtes in Gutes.

Der Ruhrpottler und Wahl-Weimarer versteht es wie kein anderer, mit Wohlfühlton mit scharfer Wirkung und schwarzen Pointen, die um die Ecke kommen, die Menschen für politisches Kabarett zu begeistern. Am Samstag, 25. Oktober, 20.30 Uhr, steht er auf der Bühne der Futura87 in Windischeschenbach. In seinem Interview verrät er, um was es ihm als Kabarettist geht.

Herr Masuth, wie kommt ein studierter Germanist und Organist zum Kabarett?

Uli Masuth: Der Weg von der Kirche zum Kabarett ist nicht sehr weit. Praktisch runter von der Orgelempore in den Altarraum der öffentlichen Bühne. Ich mache seit 15 Jahren Kabarett und habe den Schritt nie bereut.

Was gehört Ihrer Meinung nach heute zu einem unterhaltsamen Kabarettprogramm?

Masuth:Ich gehöre zur besonderen Spezies der politischen Kabarettisten. Für mich gehört zu gutem Kabarett, die Sachen anzuprangern, die schief laufen. Der besondere Kick an meinem Programm ist, schlechte Nachrichten in gute umzukehren und schlechte Nachrichten als gute zu verkaufen.

Ihnen wird nachgesagt, Sie hätten eine schwarze Seele und würden schwarze Pointen produzieren. Wie würden Sie Ihre Art von Humor beschreiben?

Masuth:Darüber habe ich mir noch keine großen Gedanken gemacht. Ich würde meinen Humor als hintersinnig bezeichnen. Es ist kein platzender Humor, der Schenkelklopfer produziert. Man braucht immer einen Moment, um dann zu lachen. Satire ist für mich auch im Vergleich zur Comedy eine ernsthafte Angelegenheit. Um Satire ertragen zu können, braucht man Humor.

Ihr neues Programm heißt "Und jetzt die gute Nachricht". Kann man mit guten Nachrichten die Menschen noch zum Lachen bringen?

Masuth:Man kann! Der Vorteil im Kabarett liegt darin, niemandem etwas recht machen zu müssen, nur das Publikum zum Lachen zu bringen. Das ist wichtig. Hier geht es ja schließlich um Unterhaltung.

Was erwartet das Futura-Publikum in Ihrem aktuellen Programm?

Masuth:Es geht um die aktuelle Lage in der Welt und die bizarre Schieflage im eigenen Land. Von Ebola, über die Bahn und Bundeswehr bis zur Armut und dem Reichtum. Es wird alles unter die satirische Lupe genommen.

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Karten an den bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.futura87.de
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