Beatles-Band feiert 20-jähriges Jubiläum
Das Herz schlägt zum Beat

Bereiten sich auf ihre Auftritte vor: Die Band "Back Beat" in ihrem Proberaum in der ehemaligen Porzellanfabrik in Windischeschenbach. Seit 20 Jahren lassen (von links) Rick Britton, Daniel Bär, Christof Schaller, Bruno Hammer, Charlie Hero und Alois Windisch die Beatmusik der Sechziger aufleben. Bild: Konrad
Kultur
Windischeschenbach
07.10.2016
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Die Band Back Beat harmoniert seit 20 Jahren zum Sound der Beat-Musik. Die Musiker machen sich in ihrem neuen Projekt auf zu den musikalischen Wurzeln ihrer großen Idole, den Beatles.

Im Januar 1996 gründete sich die Band, von 1998 bis 2000 traten die Musiker in neunköpfiger Besetzung als Brass-Selection auf. Um die Jahrtausendwende schrumpfte die Band auf vier Mitglieder zusammen. Und die orientierten sich an vier weltbekannten Vorbildern: Paul McCartney, John Lennon, George Harrison und Ringo Star beziehungsweise Stuart Sutcliffe. Die Gruppe wurde zur Beatles-Coverband.


Fast zehn Jahre übten Bandleader Charlie Hero, Rick Britton, Alois Windisch und Joe Koehli im alten Schützenheim in Schirmitz. "Das war legendär", erinnert sich Daniel Bär, der erst 2006 zur Band stieß. Weil es keine Heizung gegeben habe, hätten sie einen Ofen eingebaut.

Dem Beat immer treu


Seit etwa fünf Jahren spielt die Gruppe nun in den Gebäuden des ehemaligen Porzellanfabrik in Windischeschenbach. Mittlerweile besteht sie aus sechs Musikern: Etwa zur gleichen Zeit wie Bär kam Bruno Hammer, der Joe Koehli ersetzte. 2016 wurde Christof Schaller Mitglied der Gruppe.

Den Stil hat die Band seit der Gründung kaum verändert. "Wir haben dasselbe Alter, denselben Musikgeschmack", meint Windisch. "Wir verstehen uns sehr gut, treffen uns auch privat." So könne man 20 Jahre miteinander Musik machen. "Das Menschliche hält zusammen", sagt Windisch. "Das ist wie in der Ehe. Ohne Kompromisse geht's nicht", ergänzt Bär.

Die Wurzeln der Beatles


Die Band spielt in Clubs, auf Bürgerfesten und Hochzeiten oder Firmenevents. Gerne hätten die Musiker derzeit mehr Auftritte um ihr neues Projekt vorzustellen: Sie machen sich musikalisch auf die Spuren der Beatles und ihrer Vorbilder.

Die Everly Brothers etwa beeinflussten den Gesang der Beatles. Paul McCartney und John Lennon waren auch große Elvis Fans. Lieder wie "All Shook Up" und "That's Right Mama" prägten den Gitarrenstil der Gruppe.

Diese Entwicklung empfindet die Gruppe nach: In der ersten Hälfte ihrer Konzerte spielt die Band Hits der Vorbilder der Pilzköpfe und erläutert die Bedeutung der Songs für die Stilentwicklung der Beatles.

Die zweite Hälfte gehört der "Beatlemania". Songs wie "Love Me Do", "Hard Days Night" und "Nowhere Man" begeistern das Publikum. Bisher haben die sechs Musiker ihr Projekt im Schafferhof, bei Klein und Kunst und im Robinson in Runding präsentiert.

200 Lieder im Programm


"Wir versuchen, möglichst nah am Original zu bleiben", erklärt Leadsänger Rick. "Die Stimmen kannst du nur imitieren, die Songs in etwa nachspielen. Manchmal gelingt's besser, manchmal nicht."

Die Gruppe um Charlie Hero ist aber nicht auf die kommerziell erfolgreichste Band der Musikgeschichte festgelegt. "Wir haben über 200 Lieder im Programm", freut sich Hammer und meint damit Titel wie "Allright Now" und "Sweet Home Alabama". Da gebe es kein Limit. Aber: "Wir spielen nicht so viele Bubble-Gum-Songs." Moderne Popsongs liegen den Beatmusikern nicht. "Es kommt aber vor, dass wir einen Titel machen, der uns gefällt. Das ist aber eine Ausnahme", ergänzt Hero.
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