Besonderes Weihnachtskonzert auf dem Schafferhof
Von Besinnlichkeit keine Spur

Ein Duo, das wie die Faust aufs Auge zusammen passt: Die beiden Ausnahmestimmen Steffi Denk und Markus Engelstädter harmonierten und begeisterten das Publikum mit ihren musikalisch hochkarätigen Musikern beim Weihnachtskonzert auf dem Schafferhof. Bild: prh
Kultur
Windischeschenbach
16.12.2015
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Dass Weihnachtskonzerte auf dem Schafferhof etwas anders ausfallen als gewöhnlich, ist bekannt. Von stiller, besinnlicher Nacht keine Spur. Dafür Lebensfreude pur bei mitreißenden Christmas-Songs.

Neuhaus. Dafür sorgten die beiden Ausnahmestimmen Steffi Denk und Markus Engelstädter sowie eine mit hochkarätigen Musikern besetzte "Remember-Band", ergänzt von drei hervorragenden Sängerinnen der "Divettes". Die Akteure auf der Bühne kennt das Schafferhof-Publikum schon seit einigen Jahren mit kleinen Veränderungen zwischendurch. So war es nicht verwunderlich, dass die beiden Vorstellungen am Montag und Dienstag bestimmt vier Mal hätten verkauft werden können. Aufgeschlagen haben die Musiker ein Christmas Songbook, das es in sich hatte.

Glänzende Entertainerin


Das lag in erster Linie an den Gesangsinterpreten, die zusammenpassen wie die Faust aufs Auge. Die Regensburgerin Denk spielte ihr Stimmvolumen bei Titeln wie Sarah McLachlans "Wintersong" oder dem in ein Funk-Gewand gekleideten "Santa Claus is coming to town" voll aus. Zudem agierte sie einmal mehr als glänzende Entertainerin und Dialektwunder. Sie ließ die Zuhörer schon vor Lachen schwitzen. Ihre spontanen Einfälle auf der Bühne veranlassten auch ihre Musikerkollegen zu ungewohnten Improvisationen, auch wenn sie nur mal ihre "Scheberlpalme" (Schellenstab) im Rhythmus erklingen ließ.

Der zweite Frontmann war Engelstädter, dessen charismatische Stimme bekanntlich über drei Oktaven reicht. Leicht angeschlagen wegen einer noch nicht auskurierten Bronchitis gab er sein Bestes. Er glänzte bei "The power of love" von "Frankie Goes to Hollywood" oder Chris Rea's "Driving home for christmas". Im zweiten Set gaben die Akteure auf der Bühne noch einmal Gas. Bei Duetten wie "Ain't no mountain high enough" von Marvin Gaye oder "All I want for Christmas is you" ging die Post auf der Bühne gewaltig ab.

Augenweide in Rot


Bernd Meyer (E-Piano), Gerwin Eisenhauer (Drums), Andreas Blüml (Gitarre), Uli Zrenner-Wolkenstein (Bass) und Möpl Jungmayer (Saxophon) kamen ganz schön ins Schwitzen bei den zündenden Song-Raketen, die eher an ein Silvesterfeuerwerk, als an besinnliche Weihnachten erinnerten. Mehr als nur ein Background-Chor waren die "Divettes", Annika Fischer, Esther Baar und Margot Gerlitz. Die Sängerinnen waren in ihren roten Kleidern nicht nur eine Augenweide, sondern wichtiger Bestandteil der Show. Neben der hervorragenden Musik war es auch die Mischung der Titel, die das Publikum absolut begeisterte. Am Ende einer schweißtreibenden Performance klatschte es die Akteure zweimal auf die Bühne zurück. Die Musiker ließen die Glocken süß klingen, aber eher in Joe Cocker's "With a little help for my friends"-Soundgewand. Mit dem schnellen Gospelsong "Gone at last" endete ein Weihnachtskonzert der besonderen Art.
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