Kleinkunstbühne Futura87
Interview mit künstlerischem Leiter Florian Ascherl

Das neue Programm der Futura-Kleinkunstbühne beginnt am 26. Februar. Der verantwortliche künstlerische Leiter Florian Ascherl hat wieder eine gelungene Mischung aus großen Namen und hoffnungsvollen Talenten zusammengestellt. Bild: Prem
Kultur
Windischeschenbach
20.01.2016
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Kabarett hat seit Jahren einen großen Lauf in der Oberpfalz. Eine der ältesten Kabarett-Bühnen in der Region ist die Futura 87, auf der Künstler wie Günter Grünwald oder Urban Priol ihre ersten Schritte machten. Seit 2014 ist Florian Ascherl künstlerischer Leiter der Kleinkunstbühne. Seitdem trägt das abwechslungsreiche Programm - eine Mischung aus Kabarettgrößen und hoffnungsvollen Talenten - seine Handschrift. Im Interview mit der Kulturredaktion blickt er auf die vergangene Saison zurück und schaut auf das Kabarett-Jahr 2016.

Wenn Sie auf die abgelaufene Saison 2015 zurückblicken, welches Fazit ziehen Sie?

Florian Ascherl: Von den Zuschauerzahlen hätten einige Veranstaltungen mehr Interesse verdient gehabt. Wir hatten tolle Künstler mit tollen Aufführungen zu Gast. Im Großen und Ganzen können wir aber zufrieden sein. Während in früheren Jahren häufig die gleichen Kabarettisten aufgetreten sind, hatten wir im letzten Jahr doch immer wieder neue Gesichter auf der Bühne.

Während in vorangegangenen Jahren die Künstler häufig am Freitag und Samstag auftraten, konnte man einige von ihnen nur an einem Tag am Wochenende erleben. Was war der Grund?

Ascherl: Freitag und Samstag funktioniert nicht mehr. Es gibt mittlerweile zu viele andere Veranstaltungen mit Kabarettisten. Das Alleinstellungsmerkmal, das wir früher einmal hatten, haben wir nicht mehr.

Was ist der Grund am nachlassenden Interesse?

Ascherl: Sicher die vielen Veranstaltungen in der Region. In den letzten Jahren war unser Programm auch nicht ganz so abwechslungsreich, wie es hätte sein können. Da hat sich eine grundlegende Änderung ergeben mit vielen Künstlern, die bei uns zum ersten Mal auftreten. Ich engagiere sie auch nur, wenn ich etwas mit ihrem Programm anfangen kann.

Was sind Ihrer Meinung nach 2016 die Höhepunkte?

Ascherl: Sicher die Großen der Szene, Django Asül und Christian Springer. Beide führen bei uns erstmals ihre neuen Programme auf. Aber auch Kabarettisten wie Mathias Tretter oder Henning Schmidke sollten nicht vernachlässigt werden. Bei "Brückner & Kobayashi" tanzt Hermann Hesse aus der Reihe und den Jahresrückblick macht wieder Holger Paetz.

Sie sind in der zweiten Saison der künstlerische Leiter. Ihre eigene Handschrift bei der Auswahl der Künstler war in der vergangenen Saison schon zu spüren. Auf was legen Sie zukünftig wert?

Ascherl: Unsere Künstler sollen einen gewissen Anspruch erfüllen. Sogenanntes Hausfrauen-Kabarett ist nichts für uns. Ich lege Wert darauf, dass wir nicht nur politisches, sondern vielseitiges Kabarett veranstalten, und dass in jeder Saison auch weibliche Künstler dabei sind.

Nachdem die Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2012 zum 25-jährigen Bestehen der Futura in der Stützelvilla sehr gut ankamen, denken Sie da nicht daran, den Spielort zu wechseln?

Ascherl: Die Stützelvilla hat sich wegen anderweitiger Nutzung erledigt. Anfangs dachte ich, wir bräuchten neue Räume, doch mittlerweile nicht mehr. Sowohl Künstlern als auch Publikum gefällt die intime Atmosphäre bei uns.

Was erhoffen Sie sich von der bevorstehenden Saison?

Ascherl: Natürlich gut gefüllte Veranstaltungen und entsprechend großes Publikumsinteresse. Asül und Springer sind bereits ausverkauft. Ich wünsche mir, dass die Künstler zufrieden sind und gerne wiederkommen. Dazu trägt auch bei, dass wir nach den Vorstellungen gemeinsam zum Zoigl gehen.

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Weitere Informationen im Internet: www.futura87.de
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