Kleinkunstprogramm für 2015 vorgestellt
Qualität und Abwechslung auf der Futura

Philipp Weber gastiert in der Saison 2015 auf der Futura-Bühne in Windischeschenbach. Bild: hfz
Kultur
Windischeschenbach
12.01.2015
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Von Christian Springer bis Martin Zingsheim, Philipp Weber bis Franziska Wanninger erwartet die Freunde des Kabaretts ein abwechslungsreiches Programm 2015 auf der Kleinkunstbühne der Futura87. Ein fein abgestimmtes Angebot von Hochkarätern und alten Hasen und jungen, hochtalentierten Newcomern.

Nach der Saison ist vor der Saison. Kaum ist der satirische Jahresrückblick von Holger Paetz verklungen, präsentiert Florian Ascherl, Künstlerische Leiter und Geschäftsführer der Kleinkunstbühne der Futura87, das Programm für die Saison 2015. Das kann sich absolut sehen lassen und bietet den Freunden der Satire und des Kabaretts eine bunte, abwechslungsreiche Mischung.

Springer "oben ohne"

Christian Springer kommt am 19. und 20. Februar zum Auftakt der neuen Futura-Saison ausnahmsweise mal oben ohne daher. Das heißt, er hat die Dienstmütze seiner Kultfigur "Fonsi" zu Hause gelassen. Aber granteln kann er deswegen genauso gegen die da "Oben ohne", ohne Herz und Hirn, ohne Respekt und ohne Verantwortung. Wer den BR-"Schlachthof kennt", den Springer zusammen mit Michael Altinger moderiert, weiß, dass ihn ein Abend der klaren Worte erwartet. Natürlich bringt der Träger des Bayerischen Kabarettpreises 2013 auch seine Zither mit.

Am 7. März gastiert mit Josef Brustmann auch ein alter Bekannter auf der Futura-Bühne. Der gelernte Musiker (Tuba, Kontrabass, Klavier und Cello) präsentiert sein aktuelles Programm "Fuchs-Treff - nichts für Hasenfüße", eine Mischung aus Humor, Tragikomik, Poesie, Philosophie und Volksmusik. Einen hervorragenden Eindruck hat 2013 auch der Kölner Musikkabarettist Martin Zingsheim hinterlassen. Sein Programm riss die Zuhörer förmlich vom Hocker und kam sensationell gut an. Zingsheims brillantes Gefühl für Sprache, seine originelle Komik und nicht zuletzt die mitreißende Musik begeisterten. Er tritt am 27. März auf.

Bereits zum vierten Mal ist der Rheinländer Christoph Brüske am 24. und 25. April in Windischeschenbach. Seine Mischung aus Polit-Kabarett und musikalischen Einlagen bedient sich der Stilmittel Satire, Parodie, Sarkasmus und Ironie und deckt das breite Themenfeld zwischen Finanzen, Energie, Mobilität, Globalisierung, Life-Style und Zukunftsvisionen ab. In seinem neuen Programm erwarten den Zuhörer wieder feine Spitzen im Sekundentakt. Legendär bei seinen bisherigen Futura-Auftritten ist die "Ode an die Öde", eine Hommage an Windischeschenbach.

Fränkisches Kabarett mit dem "harten D" präsentiert das "Totale Bamberger Cabarett"(TBC). Georg Koeniger, Florian Hoffmann und Michael A. Tomis stellen am 2. Mai ihr Programm "DAPPen wie wir" vor. TBC sind fränkisch verwurzelt, politisch, lustig. Nepo Fitz, Sohn der Kabarettlegende Lisa Fitz, ließ bei seinem Auftritt 2014 abstimmen, welches seiner beiden Programme das Futura-Publikum hören wolle. Am 18. September kehrt er nun wie versprochen nach der Sommerpause mit seinem anderen Programm "Brunftzeit" zurück. Dieses ist intelligent, und er präsentiert sich dabei als guter Satiriker, der den Leuten genau aufs Maul schaut.

Aus Marktl am Inn kommt Franziska Wanninger, die ihr Futura-Debüt am 25. September gibt. In ihrem ersten Solo-Programm "Just & Margit" oder "Wo die Liebe hinfällt, wachst koa Gros mehr" widmet sie sich den Skurrilitäten des bayerischen Landlebens. Unter anderem geht sie auch der Frage nach, ob Liebe wirklich vergeht und Hektar besteht.

Reiner Kröhnert hat sie alle drauf: Joachim Gauck, Franz Beckenbauer, Wolfgang Schäuble, Hans-Dietrich Genscher, Boris Becker und natürlich Mutti Angela Merkel. In der politischen Satire ist er ein ungekrönter Meister und in "Mutti Reloaded" steht am 9. Oktober natürlich unsere Kanzlerin im Mittelpunkt. Auf die Futura-Bühne kehrt der Österreicher Severin Groebner am 16. und 17. Oktober mit seinem Programm "Servus Piefke" zurück. Darin nimmt er deutsch-österreichische Befindlichkeiten unter die Lupe und betrachtet sie mit einer großen Portion Wiener Schmäh. "Irgendwas mit Sex" hat Martina Brandl am 6. und 7. November im Kopf. Die "Göttin von Geislingen" (Thomas Herrmanns) kennt man auch als Moderatorin von "Crème Frech" im WDR und des Quatsch Comedy Clubs und nicht zuletzt als Bestsellerautorin.

"Warten auf Merlot"

Deutschlands radikalster Verbraucherschützer ist wohl Philipp Weber. In seinem Programm "Durst: Warten auf Merlot" widmet er sich am 27. und 28. November den flüssigen Gaumenfreuden (Tee macht fahruntüchtig ab 0,8 Kamille, und Kakao ist Koks für Kinder). Feinstes Musikkabarett bietet am 11. und 12. Dezember Anna Piechotta. Ihr aktuelles Programm "Komisch - im Sinne von seltsam" beinhaltet Texte mit raffinierten Pointen, welche mit der virtuos eingesetzten Stimme und dem eigenwilligen Klavierspiel eine kongeniale Einheit bilden. Der Jahresabschluss ist nach alter Tradition wieder Holger Paetz vorbehalten. Er blickt am 18. und 19. Dezember zum Ende der Saison mit viel Witz, Sarkasmus, Spott und schwarzem Humor auf das Jahr 2015 zurück. Karten unter www.futura87.de.
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