Neuer Mann im Veranstalterteam
Schafferhof hofft auf neuen Schwung dank Lukas Höllerer

Es muss nicht immer Ludwig Seuss oder Willy Michl sein: Lukas Höllerer soll dem Schafferhof ein jüngeres Publikum erschließen. Bild: hfz
Kultur
Windischeschenbach
06.02.2016
417
0
Das Veranstaltungsprogramm 2016 am Schafferhof steht. 2017 soll es weiterhin die Handschrift von Konzertmanager Werner Schick tragen, aber auch einige Ausrufezeichen aus der Feder von Lukas Höllerer . Schick, Wirt Reinhard Fütterer und Altneihauser-Obertrompete Norbert Neugirg sind auf den 23-jährigen Neuzugang in ihrem Team stolz wie der FC Bayern auf die Verpflichtung von Douglas Costa.

"Er passt super rein", sagt Fütterer. "Der ganze Schafferhof wird ja immer älter. Da ist es gut, jemanden zu haben, der weiß, was die Jüngeren anspricht und wie man überhaupt an die rankommt." Einen Rave über die Burgstraße oder ein Speed-Metal-Festival in der Tenne muss jetzt niemand befürchten, sagt der neue Konzert-Impresario. In der Tat: Höllerer hat mit dem Verein "Das Sündikat" und als Bassist von William's Orbit bewiesen, dass er ein feines Gespür für Trends hat. Und dass er anspruchsvoll ist. Ein Indiz dafür lieferte er bereits im Oktober, als er das Jazzquartett "Monobo Son", einen Ableger von "La Brass Banda", nach Neuhaus lotste. "Da war das Publikum bunt gemischt. Das gefällt mir."

In diese Richtung könnte es auch in Zukunft gehen. "Es muss nicht superregional sein. Ich bin ein Fan von moderner bayerischer Musik, aber es muss eine gewisse Relevanz haben", erklärt der Weidener. Er weiß, wo er die suchen muss. Etwa beim kleinen Label "International Bohemia". Aus diesem Pop-Biotop im Chiemgau stammt auch "La Brass Banda".

Höllerer nennt noch keine Namen, mit denen er in die Tenne dekorieren möchte. "Ich könnte mir aber einen jungen Bluesgitarristen aus München vorstellen." Gut möglich, dass er den heißgehandelten Newcomer Jesper Munk meint. Auch für Singer-Songwriter aus anderen Gefilden, mit denen das "Sündikat" bis Ende 2015 die Weidener Szene im Pop-Up-Club "Die Sünde" bereichert hat, könnte Neuhaus ideal sein, etwa für Darcy oder Missincat .

Da William's Orbit inzwischen längst nicht nur eine Spezialität von Oberpfälzer Kellerbühnen ist, ergeben sich über diese Schiene gute Kontakte. So wie zu "Cat Stash", die schon als Vorband der Orbits eine gute Figur gemacht haben.

Nicht ganz unwichtig: Was Höllerer und "Das Sündikat" bislang auf die Beine gestellt haben, war immer gut besucht. Angst, dass Unter-Dreißigjährige den Schafferhof zu zoiglselig oder uncool finden, hat der Neue nicht. "Das sieht man schon am Kommunbrauertag."

Darüber hinaus reizt Höllerer die professionelle Infrastruktur. "Das Equipment ist klasse. Da musst du keine Angst haben, dass du am Abend keinen Mischer oder eine Anlage kriegst." Davon können sich Besucher am Sonntag beim nächsten Coup des "Sündikats" überzeugen. Um 20 Uhr präsentiert es den Multi-Instrumentalisten Tobias Siebert unter dem Motto "Indie-Gospel trifft Kammer-Pop". Das Projekt nennt sich "And the Golden Choir".
Weitere Beiträge zu den Themen: Werner Schick (4)Reinhard Fütterer (3)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.