Abschluss erst im Sommer

Lokales
Windischeschenbach
09.03.2015
1
0

Beim Bürgerbeteiligungsprozess zur Stromtrasse "Ostbayernring" im Raum Windischeschenbach-Püllersreuth-Pfaffenreuth-Seidlersreuth war die Abschlussveranstaltung für 24. März vorgesehen. Der Termin verschiebt sich. Waren die Bürger zu fleißig mit Vorschlägen?

Bei der öffentlichen Versammlung am 10. Dezember 2014 (wir berichteten) wurden bereits mögliche Trassen vorgelegt. Zusätzlich brachten die Bürgern weitere Vorschläge ein. Der Plan sah vor, dass sich das Trassenuntersuchungsteam (TUT) am 30. Januar trifft und am 24. März die Ergebnisse des Variantenvergleichs präsentiert und zur Diskussion stellt. Diese sollten Grundlage für das Planfeststellungsverfahren sein.

Weiter prüfen

Beim Januartermin der Bürger sowie der Bürgermeister des TUT, der Verbands- und Behördenvertreter mit den Fachleuten des Netzbetreibers Tennet ging es darum, die Zwischenergebnisse der Untersuchung durch die Umweltschützer zu diskutieren. Wie das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) als Moderator des Bürgerbeteiligungsprozesses nun mitteilt, wurde bei diesem Treffen deutlich, dass die für den 24. März geplante Abschlussveranstaltung in den Sommer hinein verschoben werden muss. Mathis Danelzik vom KWI erläuterte die Verschiebung. Es seien Varianten eingebracht worden, die sich zum Teil außerhalb des bisher von den Tennet-Umweltplanern untersuchten Korridors befinden.

Deshalb müssen bis Ende Mai nochmals Kartierungen vorgenommen werden. Erst dann kann es damit weiter gehen, dass alle verbliebenen Trassenkorridore vertiefend geprüft und miteinander verglichen werden. In einem dritten Treffen des TUT werden die Umweltplaner Vorschläge unterbreiten, welche Teilstücke sich zu den Varianten mit den geringsten Nachteilen zusammensetzen lassen. Als letzter Schritt werden die Ergebnisse einfach und verständlich aufbereitet, um sie in der Abschlussveranstaltung im Juli vorzustellen.

Naturschutz wichtig

Eines ist aber jetzt bereits klar: Das mögliche Trassenteilstück, das die Autobahn und das Waldnaabtal östlich von Pleisdorf in Ost-West-Richtung kreuzt und auf Höhe Holzmühle wieder in die Bestandstrasse mündet, scheidet aus Naturschutzgründen aus. Vier Kilometer Wald müssten zudem abgeholzt werden. Aufgrund der kritischen Aspekte wird dieser Korridor nicht weiter untersucht.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.