Auch Hunde stören - Bernsteiner Jagdgenossen geben sich ansonsten harmonisch
Ärger mit Quadfahrern

Lokales
Windischeschenbach
17.03.2015
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Bei der Jagdgenossenschaft Bernstein muss das Wild nicht hungern. "Wir haben ordentlich gefüttert. Insgesamt wurden 53,75 Doppelzentner Getreide und 20 Doppelzentner Mais verfüttert. Und nichts ist übrig geblieben", ist Jagdpächter Dr. Karl-Walter Perzl zufrieden.

Das Jahr 2014 bezeichnete Perzl als "unfallfrei und ohne größere Schäden". Übererfüllt wurde der Rehwildabschuss mit 46 Tieren. Zehn weitere Rehe kamen bei Unfällen ums Leben, fünf wurden von Hunden getötet. Wildsauen werden im Zaum gehalten. Als störend bezeichnete der Jagdpächter jedoch freilaufende Hunde, vor allem beim Ansitz. "Chaoten" nennt Perzl Quadfahrer, die über Wiesen und durch den Wald pflügen. Zugleich lobte er das ausgezeichnete Verhältnis zu den Jagdgenossen. Das bestätigte Jagdvorsteher Josef Troppmann.

Er erwähnte in der Jahreshauptversammlung im Gasthaus "Zum Hirschen", dass vergangenes Jahr 166 Tonnen Mineralbeton in Feld- und Waldwege eingearbeitet wurden und sich die Stadt Windischeschenbach mit 30 Prozent daran beteiligt hat. Dank galt vor allem denen, die mitgemacht haben.

Im Frühjahr wird die Aktion bei Pleisdorf fortgesetzt. Zudem steht das Verbissgutachten an. Einstimmig entlastet wurde Kassier Christian Weiß für seine einwandfreie Buchführung. Jagdvorsteher Troppmann schlug vor, den Jagdpachterlös für eine Kehrmaschine zu verwenden. Niemand hatte etwas dagegen.

Die Harmonie lobte auch Pfarrer Hubert Bartel. Als das Jagdessen aufgetischt wurde, bat er um Beistand von oben: "Lieber Gott - segne flott."
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